Vorspulen von Werbung bald vorbei?

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Symbolbild © KEYSTONE/Peter Schneider
Das Vorspulen von Werbung im Zeitversetzten Fernsehen soll beschränkt werden. Das fordern mehrere Fernsehsender, die sich in der Interessengemeinschaft Radio und Fernsehen zusammengeschlossen haben. Mit dem Vorspulen von Werbung, werde das Geschäft der TV-Sender bedroht.

In der Deutsch- und Westschweiz werde beim sogenannten Catch Up TV 59 Prozent weniger Werbung gesehen als im Live TV, beklagt die IRF in einer Mitteilung. “Durch das Überspulen der Werbung wird Werbeumsatz vernichtet”, so verlören die Sender viel Geld. 2014 habe der Ertragsausfall der Werbung 45 Millionen Franken betragen und 2015 sogar 67 Millionen Franken. Für 2017 wird mit einem Ausfall von 123 Millionen Franken gerechnet.

Alleine auf weiter Flur

Die TV-Sender beklagen, dass sie für das Überspulen von Werbung zu wenig Geld bekommen. Die Schweiz sei das einzige Land, wo es möglich sei, das ganze Programm aller Fernsehsender zu einem regulierten Preis zu kaufen. Der bis Ende 2016 gültige Tarif sehe vor, dass die TV-Verbreiter pro Monat und Kunde 1.50 Franken bezahlten, wenn sie diesen ermöglichten, während sieben Tagen die Programme frei anzuschauen. Für 2017 sei eine minimale Erhöhung von 10 Rappen pro Nutzer und Monat vorgesehen.

Massnahmen gefordert

Die Fernsehsender hätten im Jahr 2015 gesamthaft 5,4 Millionen Franken erhalten. Dies stehe in keinem Verhältnis zum Ertragsausfall von 67 Millionen Franken, schreibt die IRF weiter. Die Fernsehsender fordern deshalb eine teilweise Aufhebung der Spulmöglichkeit, die Weiterverbreitung eigener interaktiver Angebote an die Zuschauer, eine Einschränkung der Such- und Findungsfunktionen sowie eine marktgerechte, sprich höhere Vergütung.

In der Interessengemeinschaft sind neben der SRG alle grossen deutschen Privatsender wie RTL, Pro7 und Sat1, die 3 Plus Group, AZ Medien TV und die regionalen und lokalen privaten Fernsehsender der Schweiz zusammengeschlossen.

(sda/red)


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