Bank of America und Morgan Stanley verdienen wieder prächtig

Die US-Banken Morgan Stanley und Bank of America haben im vergangenen Jahr ihre Gewinne deutlich steigern können. (Archiv)
Die US-Banken Morgan Stanley und Bank of America haben im vergangenen Jahr ihre Gewinne deutlich steigern können. (Archiv) © KEYSTONE/EPA FILE/JUSTIN LANE
Trotz der Turbulenzen an den Finanzmärkten, trotz Sorgen um Ölpreisverfall und schlechte Konjunkturdaten aus China: US-Grossbanken steigern ihre Gewinne kräftig. Das liegt auch daran, dass teure Rechtsstreitigkeiten ausblieben. Die Reihe der gut verdienenden US-Grossbanken setzt sich fort.

Am Dienstag berichteten die Branchengrössen Bank of America und Morgan Stanley über deutlich gestiegene Gewinne im vergangenen Jahr.

Den Geldhäusern kam dabei zugute, dass sie die Spätfolgen der Finanzkrise mittlerweile verdaut haben. Vor allem teure Rechtsstreitigkeiten hatten den US-Finanzkonzernen in den Vorjahren immer wieder die Bilanzen verhagelt. Zudem senkten die Banken die Kosten radikal.

Die Bank of America konnte ihren Gewinn 2015 unterm Strich beinahe vervierfachen. Auf die gewöhnlichen Aktionäre entfielen 14,4 Milliarden US-Dollar. Im Jahr 2014 hatte ein annähernd 17 Milliarden Dollar schwerer Vergleich mit der US-Regierung über faule Hypotheken-Deals vor der Finanzkrise den Gewinn einbrechen lassen.

“Wir haben 2015 unsere höchsten Gewinne in annähernd einem Jahrzehnt eingefahren”, erklärte Bankchef Brian Moynihan am Sitz in Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina. Er verwies als Triebfeder unter anderem auf das Privatkundengeschäft mit einer regen Kreditvergabe.

Morgan Stanley profitierte ebenfalls von ausbleibenden teuren Rechtsstreitigkeiten. Zudem entwickelte sich die Vermögensverwaltung gut. Der auf die gewöhnlichen Aktionäre entfallende Gewinn verdoppelte sich nahezu auf 5,7 Milliarden Dollar, wie die Investmentbank am Sitz in New York mitteilte.

Bankchef James Gorman richtet Morgan Stanley derzeit neu aus und will dabei die Abhängigkeit vom Handel mit Anleihen und anderen Wertpapieren reduzieren. In diesem Bereich hatte die Bank im Dezember den Abbau von 1200 Mitarbeitern angekündigt. Im Gegenzug soll die Bedeutung des Geschäfts mit der Verwaltung von Vermögen steigen.

Schon die Rivalen Wells Fargo, Citigroup und JPMorgan Chase hatten ihren Gewinn im vergangen Jahr teils kräftig steigern können. Vor allem das Schlussquartal lief besser als gedacht – und das trotz der Turbulenzen an den weltweiten Finanzmärkten.

Schwache Wirtschaftsdaten aus China und der fallende Ölpreis hatten Konjunktursorgen geschürt. Hinzu kam die Zinswende in den USA. An diesem Mittwoch legt mit Goldman Sachs die letzte der grossen US-Banken ihre Bilanz vor.

(SDA)


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