Bayern München muss noch warten mit der Feier

Gladbachs André Hahn verhinderte Bayerns Meister-Party
Gladbachs André Hahn verhinderte Bayerns Meister-Party © KEYSTONE/AP/MATTHIAS SCHRADER
Der FC Bayern München ist noch nicht deutscher Meister. Borussia Mönchengladbach macht den Bayern mit dem 1:1 in München einen Strich durch die Rechnung. Ein Sieg hätte es sein müssen, um schon nach der 32. Runde als Meister festzustehen. Lange waren die Bayern auf gutem Weg.

Sie führten seit der vierten Minute und dem Kopfballtreffer von Thomas Müller nach einem Corner 1:0. Doch in der 72. Minute glich André Hahn für Gladbach aus. Beim 1:1 blieb es. Deshalb liegt Borussia Dortmund nach dem 5:1 gegen Wolfsburg zwei Runden vor dem Saisonende nur noch fünf Punkte hinter den Bayern und könnte den Leader theoretisch noch abfangen.

“Das ist schon enttäuschend, dass wir es nicht vor eigenem Publikum geschafft haben”, sagte Verteidiger Jérôme Boateng, der sein Comeback gegeben hatte. “Nun müssen wir uns auf den Dienstag und auf das Spiel gegen Atletico Madrid konzentrieren und bereiten uns dann darauf vor, dass es mit der Meisterschaft beim nächsten Mal klappt.” Die Bayern können den 26. Meistertitel immer noch vorzeitig sichern – mit einem Sieg am kommenden Samstag in Ingolstadt.

Borussia Mönchengladbach hat sich den Punktegewinn in München verdient, nachdem es die Bayern im Dezember im Heimspiel 3:1 geschlagen hatte. Die Mannschaft von André Schubert war den Bayern ebenbürtig und holte sich als erst zweites Team in dieser Saison einen Punkt in der Münchner Arena. Kurz vor dem Ausgleich hatte Stürmer Hahn bereits eine gute Chance ausgelassen. In der Schlussphase standen die Gladbacher in der Defensive sicher; sie gerieten kaum noch in Gefahr, das Spiel zu verlieren.

Wolfsburg wurde in Dortmund deklassiert und hat nun definitiv keine Chance mehr, nächste Saison im Europacup zu spielen. Die Mannschaft mit dem Schweizer Torhüter Diego Benaglio (Ricardo Rodriguez fehlte verletzt) lag in Dortmund schon nach neun Minuten 0:2 zurück und wartet nun seit sieben Runden auf einen Sieg. In der Tabelle sind die Wolfsburger als Zehnte in die zweite Hälfte abgerutscht.

Im Gegensatz zu Wolfsburg wird Bayer Leverkusen auch in der nächsten Saison in der Champions League mitspielen. Dank des 2:1 im Heimspiel gegen Hertha Berlin ist der 3. Platz und die Gruppenphase der Königsklasse zum vierten Mal in Folge gesichert. Julian Brandt (2.) und Lars Bender (16.) schossen früh die Tore auf dem Weg zum siebten Sieg in Serie. Der Schweizer Stürmer Admir Mehmedi kam zum vierten Mal in Folge nicht zum Einsatz. Seit Leverkusen zur Siegesserie gestartet ist, hat er nur noch elf Minuten gespielt.

Dagegen sieht Hertha Berlin nach der dritten Niederlage in Folge die (Champions-League-)Fälle davon schwimmen. Die Hauptstädter wurden von Borussia Mönchengladbach auf Platz 5 relegiert und werden nun von Schalke und Mainz bedrängt. Die Teilnahme an der Europa League ist nicht mehr in Gefahr; aber womöglich muss Hertha, das lange auf direktem Kurs in die Champions League war, schon früh in der neuen Saison (Ende Juli) die Qualifikation für die Europa League bestreiten.

Im Abstiegskampf gelang Eintracht Frankfurt ein wichtiger Erfolg in Darmstadt. Nach dem 0:1-Pausenrückstand kehrten die Frankfurter das Spiel und kamen zum zweiten 2:1-Sieg in Folge. Wie schon am letzten Sonntag fiel das entscheidende Tor durch Stefan Aigner in der Schlussphase (83.). Durch den Sieg rückte Frankfurt auf den Barrage-Platz 16 vor.

Werder Bremen, das nun Tabellen-Vorletzter ist, empfängt am Montag den ebenfalls gefährdeten VfB Stuttgart und könnte mit einem Sieg die Frankfurter wieder überholen. So oder so hat sich der Abstiegskampf durch den Erfolg der Eintracht weiter zugespitzt. Auch Augsburg, Hoffenheim und Aufsteiger Darmstadt müssen weiterhin zittern.

 

(SDA)


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