St.Gallen will endlich in Bern gewinnen

Leonardo Bertone (rechts) und die Young Boys tun sich derzeit schwer mit dem Toreschiessen
Leonardo Bertone (rechts) und die Young Boys tun sich derzeit schwer mit dem Toreschiessen © KEYSTONE/THOMAS HODEL
Der Kampf um Platz 2 hinter dem souveränen Leader Basel steht in den Sonntagsspielen der Super League im Zentrum des Interesses. Schafft es YB gegen St. Gallen seine Torflaute zu beenden?

Die Wirren in der Klubführung scheinen bei den Young Boys Ladehemmungen verursacht zu haben. In den letzten fünf Pflichtspielen blieben die Berner viermal ohne Torerfolg, nur im Cup gegen das unterklassige Bazenheid trafen der Tabellenzweite der Super League ins Netz.

Drei Tage nach dem Trip nach Kasachstan wollen die Berner ihre Torflaute im Stade de Suisse gegen den FC St. Gallen beenden. Die Ostschweizer entwickelten sich in den letzten Jahren zu einem der Lieblingsgegner der Gelb-Schwarzen. Von den letzten 13 Duellen in der Meisterschaft gegen St. Gallen verlor YB nur eines, in den letzten vier Partien siegte immer YB. Und auch St. Gallen zeigt Schwächen in der Offensive, das Team von Joe Zinnbauer hat zusammen mit Vaduz die schwächste Torausbeute der Liga.

Lausanne und Lugano überraschen weiter

Neben YB gehören auch Lausanne und Lugano zu den Verfolgern des FC Basel. Die beiden Überraschungsteams der bisherigen Saison liegen nach dem ersten Saisonviertel mit 14 Punkten gleichauf mit den Young Boys. Treten die Vertreter aus der Romandie und dem Tessin weiter so forsch und selbstbewusst auf, dürften sie mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben.

Für Luganos Trainer Andrea Manzo hat der Klassenerhalt trotz acht Punkten aus den letzten vier Spielen und dem 4. Rang in der Tabelle aber nach wie vor oberste Priorität. «40 Punkte sind das Ziel. Wenn wir dieses erreicht haben, können wir immer noch nach vorne schauen.» Mit dem siebenfachen Torschützen Ezgjan Alioski verfügen die Tessiner über den bisherigen Shooting-Star der Saison.

Bei Aufsteiger Lausanne-Sport ragte bislang das Kollektiv hervor. Trainer Fabio Celestini hat dem Team ein klares Spielkonzept verpasst. Wie bei Lugano gehört auch bei Lausanne das schnelle Umschaltspiel zu den Stärken. Das musste zuletzt auch der Leader Basel (1:2) und Luzern (3:1) am eigenen Leib erfahren.

GC und Luzern suchen den Anschluss

Dem Sieger des Duells zwischen GC und Luzern winkt die Aussicht, dass er sich nach der Nationalmannschaftspause in der Tabelle nach oben orientieren kann. Die Zürcher erwiesen sich bislang zuhause als eine Macht, gewannen sie doch alle vier Partien im Letzigrund. In der Fremde gewann das Team von Pierluigi Tami allerdings noch keinen Punkt. «Wir konnten unsere Defensive stabilisieren. Jetzt gilt es, konsequent weiter zu arbeiten und uns weiter zu entwickeln», so Tami.

Luzern ist nach gutem Beginn ins Straucheln geraten. Nach dem guten Saisonstart resultierte aus den letzten vier Spielen nur ein Punkt. Der Überflieger der Zentralschweizer ist bislang Marco Schneuwly, der sieben der 18 Luzerner Tore schoss. «Er ist Gold wert für uns», sagte FCL-Trainer Markus Babbel. Dass der U17-Europameister von 2002 kein Thema für die Nationalmannschaft ist, verwundert den Deutschen. «Er weiss, wo das Tor steht und hat eine eingebaute Torgarantie.»

(SDA)


Newsletter abonnieren
1Kommentar
noch 1000 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel