Begehrter Posten in Walzenhausen

Zuerst hat sich niemand für den freien Posten als Gemeinderat interessiert. Nun liegen zwölf Bewerbungen für das Gemeindepräsidium vor. Warum sich plötzlich doch mehr Menschen für die freie Stelle interessieren, vermuten die Verantwortlichen in der Tatsache, dass der Job viel Verantwortung bietet. Es könnte aber auch am Gehalt liegen…

«Die Bewerbungen kommen aus allen Bereichen: Es hat Akademiker wie auch Handwerker darunter», verrät Hans-Ulrich Sturzenegger, Leiter der Findungskommission in Walzenhausen. Es seien elf Männer und eine Frau. «Ich bin ziemlich erstaunt ab der Anzahl.»

Denn: Im März gab es zwei freie Stellen für den Gemeinderat. Für diese hat niemand kandidiert. Darum war für die Gemeinde klar: Die Exekutive von Walzenhausen muss attraktiver werden.

Weil die Gemeinde die Anzahl Gemeinderäte von sieben auf fünf reduzierte, fallen nun mehr Aufgaben auf den Gemeindepräsidenten. «Mit 80 bis 100 Prozent ist eine Person voll tätig für dieses Amt. Ich denke, das ist attraktiv für die Kandidaten», meint Sturzenegger. Möglicherweise macht das Gehalt die Stelle so beliebt: Der zukünftige Walzenhausener Gemeindepräsident verdient 160’000 Franken im Jahr.

(red)


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