Begehrtes appenzell.swiss

Begehrtes appenzell.swiss
© Photopress/Bakom/Johannes Diboky
Beim Bundesamt für Kommunikation sind 7071 gültige Gesuche für einen neuen .swiss-Domainnamen eingegangen. Darunter sind auch einige spannende Einträge aus der Ostschweiz.


In dieser ersten Phase konnten nur öffentlich-rechtliche Körperschaften, geschützte Marken und Herzkunftsbezeichnungen und im Handelsregister eingetragene Unternehmen, Vereine und Stiftungen Gesuche für eine .swiss-Domain einreichen.

Die Gesuche wurden nun veröffentlicht und Interessenten können während 20 Tagen Konkurrenzgesuche einreichen oder die beantragten Domainnamen kommentieren. Nach Ablauf dieser Frist werden die .swiss-Domainnamen verteilt. Ab Januar können dann alle Personen Gesuche einreichen.

appenzell.swiss und appenzellerland.swiss

Sehr aktiv im Registrierungsprozess war aus der Ostschweiz die Kantonskanzlei Appenzell Ausserrhoden. Ausserrhoden hat Gesuche für fast alle Kombinationen im Zusammenhang mit der Expo 2027 eingereicht. Aber auch alpstein.swiss, ausserrhoden.swiss, saentis.swiss, alpstein.swiss, appenzell.swiss oder appenzellerland.swiss sind dabei.

Und genau hier gibt es ein Problem. Auch Innerrhoden erhebt Anspruch auf appenzell.swiss und appenzellerland.swiss. Markus Walt, Leiter des Amtes für Wirtschaft Appenzell Innerrhoden, sagt: “Wir haben uns nicht mit Ausserrhoden abgesprochen. Wirklich problematisch wird das aber kaum. Wir werden uns zusammensetzen und die Sache besprechen.”

Ebenfalls wenig Sorgen macht sich Georg Amstutz, Kommunikationsbeauftragter von Appenzell Ausserrhoden: “Wir haben die Domains nicht unbedingt mit dem Ziel registriert, um alle selber zu nutzen, sondern um sie zu sichern, damit diese nicht für einen anderen Zweck missbraucht werden können.”

Amstutz meint, dass er auch kein Problem damit habe, eine Domain abzugeben. “Wir werden deshalb sicher keinen Konflikt mit Innerrhoden haben”, sagt er.

Bis zum Losentscheid

Zur Vergabe der .swiss-Domains gibt es klare Regeln. Wenn mehrere Bewerber denselben Namen wollen, haben öffentlich-rechtliche Körperschaften Vorrang. Gibt es hier keine Einigung, können die Domainnamen auch versteigert werden. Und als letzte Möglichkeit kann sogar das Los entscheiden.

Bei appenzell.swiss könnte es auch noch einen lachenden Dritten geben: Würde sich der Bezirk Appenzell dafür interessieren, würde die Domain ihm zustehen.

Andere Ostschweizer Institutionen, Gemeinden und Kantone haben keine Konkurrenz. Die Olma Messen werden olma.swiss und offa.swiss bekommen, die Stadtverwaltung St.Gallen hat sich sanktgallen.swiss gesichert. Als einziges Open Air der Schweiz interessiert sich das OpenAir St.Gallen für eine .swiss-Domain.

swiss.swiss ist noch frei

Übrigens will niemand die Adresse swiss.swiss. swissair.swiss hingegen schon – die Firma Swissair Klimatechnik GmbH. Die Anwärter für die besten URLs sind: flottefeile.swiss (ein Nagelstudio aus dem Thurgau), omg.swiss (steht hier nicht für “Oh my god” sondern für die Omnicom Media Group Schweiz AG) und cdrom.swiss (steht für Centre de donnees romand und nicht für die silbernen Scheiben).

(rr)


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