Behrami könnte nie mit 25 Typen von seiner Sorte umgehen

Der Schweizer Fussballer Valon Behrami liebt sein Haar und deshalb könnte er nie eine kosovarische Mannschaft trainieren: Vor Stress würde er eine Glatze kriegen, befürchtet er. (Archivbild)
Der Schweizer Fussballer Valon Behrami liebt sein Haar und deshalb könnte er nie eine kosovarische Mannschaft trainieren: Vor Stress würde er eine Glatze kriegen, befürchtet er. (Archivbild) © Keystone/AP/MINDAUGAS KULBIS
Der Schweizer Nationalspieler Valon Behrami möchte nicht für den Kosovo kicken. Nicht einmal als Trainer möchte er zurück. “Mit 25 Typen wie mir umgehen”, fragt er. “Nein danke! Da würden mir alle Haare ausfallen vor Stress. Und ich liebe doch meine Haare”.

Der wahre Grund: “Es wäre ein fatales Signal, wenn Spieler wie Xhaka, Shaqiri oder ich plötzlich für den Kosovo spielen würden” – speziell für die Nachwuchsspieler mit kosovarischen Wurzeln. Wenn die Jungen sich schon in der Schweiz fussballerisch ausbilden lassen, sollten sie auch für die Schweiz spielen und nicht bei der erstbesten Gelegenheit abhauen.

Er selber empfinde tiefe Dankbarkeit gegenüber der Schweiz, die ihn und seine Familie aufgenommen habe, als er fünf Jahre alt war. Dennoch nehme er sich das Recht heraus, albanische und kosovarische Motive als Tattoos zu haben und die Schweizer Nationalhymne nicht mitzusingen.

“Ich habe nicht das Gefühl, dass ich eine patriotische Kampagne aufführen muss für die Schweiz”, sagte der 31-Jährige der “Schweiz am Sonntag”. Einzig seine Leistung auf dem Spielfeld sollte zählen.

(SDA)


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