Favoritensiege am ersten Tag

Belinda Bencic war ungefährdet
Belinda Bencic war ungefährdet © KEYSTONE/EPA DPA/JAN WOITAS
Nach dem ersten Tag steht es im Fedcup-Viertelfinal in Leipzig zwischen Deutschland und der Schweiz 1:1. Belinda Bencic schlägt Andrea Petkovic, Angelique Kerber gleicht gegen Timea Bacsinszky aus. Die Favoritinnen setzten sich am Samstag durch.

Bencic (WTA 11) eröffnete das Skore für die Schweiz mit einem souveränen, in 85 Minuten herausgespielten 6:3, 6:4 gegen Andrea Petkovic (WTA 23). Etwas später glich Angelique Kerber (WTA 2) aus. Die Australian-Open-Siegerin liess Bacsinszky (WTA 15) beim 6:1, 6:3 keine Chance.

Teamleaderin Bencic zeigte nach einem zaghaften Start in die Partie, eine souveräne Vorstellung gegen die deutsche Nummer 2 Petkovic. Sie spielte im ersten Duell mit der 28-Jährigen nach einem raschen 0:2-Rückstand taktisch intelligent, ging die Risiken im richtigen Moment ein und war in der Defensive sehr stark. Mit ihrem dritten Break machte die Ostschweizerin den Gewinn des ersten Satzes perfekt.

Petkovic hielt sich im zweiten Umgang lange Zeit schon fast mirakulös in der Partie, obwohl sie bei fast jedem Aufschlagsspiel unter Druck geriet. Bencic vergab beim Stand von 4:3 zwei Breakchancen, machte den Sieg etwas später aber perfekt, als Petkovic gegen den Matchverlust aufschlug. Dass sie beim letzten Punkt auf einen Fehler der Deutschen zählen konnte, war symptomatisch. Petkovic leistete sich in den 85 Minuten 41 unerzwungene Fehler.

Ganz anders als Petkovic trat ihre Teamkollegin Kerber auf. Die frisch gebackene Grand-Slam-Siegerin setzte sich in 74 Minuten gegen Bacsinszky durch. Schon nach 22 Minuten führte die von den 4000 Zuschauern in der Messehalle frenetisch angeführte Kerber mit 5:0. Von Nervosität war bei der Deutschen trotz dem grossen Erwartungsdruck nichts zu sehen. Sie spielte in jeder Hinsicht hervorragend.

Im zweiten Satz kam Bacsinszky besser ins Spiel. Die Lausannerin machte ein frühes Break wett und hatte beim Stand von 2:1 drei Möglichkeiten zu einem weiteren Servicedruchbruch. Kerber zeigte in jener Phase, wie gross ihr Selbstvertrauen nach dem Coup in Melbourne ist: Sie gewann die wichtigen Punkte dank Aufschlag und Vorhand. Etwas später zog sie ihrerseits entscheidend davon.

Am Sonntag stehen zwei weitere Einzel und ein Doppel im Programm. Ab 12.00 Uhr kommt es zunächst zum Duell der beiden Teamleaderinnen Kerber und Bencic. Danach trifft Bacsinszky auf Petkovic oder Annika Beck (WTA 39). Es ist gut möglich, dass die enttäuschend aufgetretene Petkovic am Sonntag nicht mehr im Einzel eingesetzt wird, zumal Beck die bisherigen zwei Begegnungen mit Bacsinszky für sich entschieden hat, zuletzt beim Australian Open deutlich mit 6:2, 6:3. Im womöglich entscheidenden Doppel würde das Schweizer Team von der Doppel-Weltranglistenerste Martina Hingis angeführt.

(SDA)


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