Nach Rekordregen entspannt sich die Hochwasserlage langsam

In Stansstad (NW) hat der viele Regen den Pegel des Dorfbachs kräftig ansteigen lassen.
In Stansstad (NW) hat der viele Regen den Pegel des Dorfbachs kräftig ansteigen lassen. © KEYSTONE/URS FLUEELER
Die starken Niederschläge der vergangenen Tage haben im Laufe des Sonntags aufgehört. Die Behörden geben vorsichtige Entwarnung. Trotzdem gilt auch für die nächsten Tage erhöhte Vorsicht an Gewässern.

Gemäss dem Naturgefahrenbulletin des Bundes herrscht am Vierwaldstättersee und am Zürichsee bis mindestens Dienstagmittag, an der Aare unterhalb des Thunersees sicher einmal bis Montagmittag erhöhte Hochwassergefahr. Die Gefahrenstufe zwei von fünf (mässig) bedeutet, dass der Abfluss in Flüssen und Bächen im Bereich eines alle zwei bis zehn Jahre auftretenden Ereignisses liegt oder der Seepegel über dem maximalen Jahreszeitmittel, aber unter der Hochwassergrenze liegt.

Lokale Überschwemmungen und Überflutungen sind laut den Behörden in diesem Fall unwahrscheinlich, aber nicht auszuschliessen. In Ausnahmefällen sind lokal Überflutungen von Strassenunterführungen, Tiefgaragen und Kellerräumen möglich. Lokale Behinderungen an exponierten Verkehrswegen sowie lokale Schäden in kleinerem Umfang sind ebenfalls nicht gänzlich auszuschliessen.

Insgesamt hat sich die Lage im Verlauf des Pfingstsonntags langsam entspannt. Die Niederschläge haben in allen Regionen am frühen Morgen deutlich nachgelassen oder aufgehört. Die trockene, teils sonnige Witterung führt verbreitet zu sinkenden Abflüssen.

Zuvor hatte es seit Donnerstag im Flachland an vielen Orten so viel geregnet wie in einem durchschnittlichen Monat Mai. Der Schwerpunkt lag laut den Bundesbehörden am zentralen und östlichen Alpennordhang. Hier fielen innerhalb von drei Tagen verbreitet zwischen 100 und 140 Liter Regen pro Quadratmeter, mit Spitzen von bis zu 170 Litern in der Region des Vierwaldstättersees. Laut dem Wetterdienst MeteoNews ist auf dem Säntis mit 265 Litern seit Donnerstag am allermeisten Regen gefallen.

Die Abflussspitzen und Pegelhöchststände der Gewässer wurden vielerorts zwischen Samstagmittag und Samstagabend beobachtet. Auf dem Rhein musste die Schifffahrt eingestellt werden. Seit Sonntagvormittag sind alle Abflüsse am Sinken. Nur der Bodensee dürfte bis Montag noch leicht ansteigen.

(SDA)


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