Bergwirteverein Alpstein in Festfreude

Das wohl berühmteste Berggasthaus im Alpstein: Der Aescher (Archiv).
Das wohl berühmteste Berggasthaus im Alpstein: Der Aescher (Archiv). © Keystone/Steffen Schmidt
Die Wirte im Alpstein halten zusammen – seit 75 Jahren. Sie haben schwierige Zeiten durchlebt, den Tourismus angekurbelt, sind innovativ geblieben und jetzt wird gefeiert.

«Wir sind ein sehr kameradschaftlicher Verein, die Bergwirt-Familien kennen sich gut und haben ein aktives Vereinsleben », sagt Sepp Manser, Wirt des Bergasthauses Meglisalp und Mitglied des Bergwirteverein Alpstein. Der Verein hat eine lange Tradition, er wurde am  7. Januar 1942 gegründet und feiert nächste Wochenende sein 75-jähriges Bestehen mit einer Gala und einem grossen Fest in Schwende.

Weltberühmte Alpsteiner Bergrestaurants

Heute zählt der Verein 25 Mitglieder. Mit dabei sind Bergrestaurants mit so klingende Namen wie das Aescher beim Wildkirchli, das vor zwei Jahren durch einen Artikel im «National Geographic» weltberühmt wurde oder das Bergasthaus Seealpsee, mit dem schwarzgefrorenen Bergsee im Winter oder auch das Drehrestaurant Hoher Kasten, derzeit wegen «Ufo-Alarm» in den Schlagzeilen.

Charismatischer «Chaschte-Sepp»

Dass hier eine Bergbahn gebaut wurde, hängt wie vieles im Alpstein auch mit dem Bergwirteverein zusammen: In den vierziger Jahren war Josef Dörig Präsident, auch bekannt als «Chaschte-Sepp». «Er war Mitinitiant für den Seilbahnbau Hohen Kasten. Die Politiker haben auf ihn gehört, er war eine sehr charismatische Persönlichkeit», sagt Sepp Manser.

Intakte, gut beschriftete Wanderwege

Für Bergbeizen und Seilbahnen sind gute Wanderwege überlebenswichtig. Bereits seit den Anfängen des Vereins haben sich die Wirte dafür eingesetzt. Dies ist noch heute so: Sepp Manser, Vereinsmitglied und Wirt der Meglisalp, ist gleichzeitig auch Wanderwegverantwortlicher des Bezirks Schwende, der ein grosser Teil des Alpsteinmassivs umfasst.

Harte Zeiten nach dem Krieg

Die Bergrestaurants im Alpstein sind erfolgreich und beliebt. Doch sie haben auch harte Zeiten durchlebt. Kurz nach dem 2. Weltkrieg hatten sie mit Essens-Rationierungen und Geldknappheit der Gäste zu kämpfen. Dies hatte auch zur Folge, dass «Bergwirtschaften nach fünf Jahren aus dem Verein ausgeschossen werden mussten, weil sie ihre Mitgliederbeiträge nicht bezahlt haben», schreibt der Verein.

Innovativ in Sachen Werbung

Bereits seit seinen Anfängen hatte der Verein erkannt, wie wichtig die Werbung ist. Das erste gemeinsame Inserat – damals «Chliché» – erschien im Gründungsjahr sechs Mal in den Medien. Entsprechend hat der Verein auch heute eine eigene Website, alpstein.ch, wo man abrufen kann, welche Restaurants gerade geöffnet sind. «Das jüngste Kind ist der Appenzeller Whiskytrek, welcher vorletztes Jahr von der Appenzeller Brauerei lanciert wurde und dessen Partner wir sein dürfen. Dieser ist eine Erfolgsgeschichte und wird immer beliebter», sagt Manser.

Gala und gegrillter Ochse

Für die Gala in der Mehrzweckhalle Schwende am Freitag 24. März gibt es nur noch wenige Tickets sie sind beim Appenzellerland Tourismus erhältlich (071 788 96 41). am Samstag 25. März findet ein grosses Fest mit verschiedenen Band und einem gegrillten Ochsen ab 18 Uhr statt.


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