Berliner Hipster lieben Appenzeller

Die Bar Prinzipal Kreuzberg setzt auch auf den Alpenbitter.
Die Bar Prinzipal Kreuzberg setzt auch auf den Alpenbitter. © pd
Die Berliner Hipsterszene hat den Appenzeller Alpenbitter entdeckt. In einigen Bars wird der Kräuter-Likör mittlerweile angeboten. Allerdings oftmals als Cocktail oder mit Kaffee.

Obwohl der Appenzeller Alpenbitter in der Schweiz schon lange in jede Bar gehört, ist er im Ausland noch fast unbekannt. Jetzt ist er auch in Deutschland angekommen. Barkeeper Konstantin Heinrich von der Stairs Bar in Berlin: «Der Alpenbitter ist für meine Gäste neu. Die Kräuternoten, das Aroma, sein Mundgefühl – das kommt gut an.»

Bei der schwarzen Heidi kennengelernt

Der Berliner Barkeeper Bahan Memedov, der die Burlesque-Bar Prinzipal im In-Viertel Kreuzberg führt, kennt Appenzeller von einem Schweizer Restaurant. «Es gibt ein Schweizer Restaurant, das wird betrieben von der schwarzen Heidi. Wir durften uns da Schweizer Produkte aussuchen zum Essen und daraufhin hat sie uns an eine Agentur empfohlen, die uns den Appenzeller schmackhaft machte.»

Seit einem Probier-Nachmittag steht nun eine Flasche Appenzeller im Schnaps-Regal der Bar. Die kommt regelmässig zum Einsatz. «Was jeder in Deutschland kennt, ist Jägermeister. Wir führen den aber nicht und der Alpenbitter kommt als Alternative gut an», sagt Bahan Memedov.

Appenzeller als Cocktail schlürfen

Während wir Ostschweizer den Appenzeller pur oder «On the Rocks» trinken, wird er in Berlin oft als Cocktail angeboten. «Wir bieten zum Beispiel Appenzeller mit einer selbst gemachten Ingwer-Limonade an», sagt der Barkeeper. Auch Maracuja-Saft sei ein gutes Mischgetränk für Appenzeller.

«Wäre schön in kleinen Fläschchen»

Ob Appenzeller Alpenbitter in Berlin genauso einschlägt wie beispielsweise Club Mate, wird sich zeigen. Bahan Memedov weiss, wie das funktionieren könnte. «Charmant wäre, wenn es Appenzeller in kleinen Fläschchen gäbe.» Naja, wie wir alle wissen, gibt es das ja bereits.

Leider werde das Produkt jedoch zu wenig gepusht. Eine kleine Kritik an die Adresse von Appenzeller. «Es ist auch niemand gekommen, der mal gefragt hätte, wie zufrieden wir sind und wie es läuft.» Grundsätzlich habe der Schnaps aber Potential, zum Trend zu werden.

«Kafi Biberflade» bei den Gästen beliebt

Offenbar besonders gut kommt die Kombination mit kaltem Kaffee an. Statt Eiswasser wird Alpenbitter in den gemahlenen Kaffee gemischt. «Der Geschmack ist fantastisch und einzigartig», schreibt das Online-Magazin Nomyblog.

Für die Appenzeller Alpenbitter ist Berlin «das Portal zum deutschen Markt». Deshalb werden dort auch die Marketing-Massnahmen intensiviert. «So präsentiert die Appenzeller Alpenbitter eine rustikale Fonduehütte mitten in Kreuzberg mit regelmässigen ‹Appenzeller Nights› samt Alphornorchester», heisst es.

Hier zwei Rezepte, wie sie in Berliner Bars vorkommen:

Pick Me Up

5 cl Alpenbitter
1 kalter Espresso
10 cl Tonic Water
Saft von 1/4 Limette

Alpenzauber

4,5 cl Alpenbitter in kaltem Kaffee
1,5 cl Cassis
1 Löffel Brombeerkonfitüre
2 cl Zitronensaft
0,75 cl flüssiger Rohrzucker
3 Spritzer Chocolate Bitters

(rr/rar/enf)


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