Bern dreht verloren geglaubtes Spiel noch

Der Berner Timo Helbling bejubelt das letzte Tor gegen Ambri-Piotta.
Der Berner Timo Helbling bejubelt das letzte Tor gegen Ambri-Piotta. © KEYSTONE/LUKAS LEHMANN
Der SC Bern dreht gegen Ambri-Piotta ein bereits verloren geglaubtes Spiel dank einer Steigerung nach Spielmitte. Trotz eines 0:3-Rückstandes nach 31 Minuten siegt der SCB am Ende 6:3. Als Paolo Duca in der 31.

Minute den dritten Treffer für Ambri erzielte, entlud sich der Ärger der Zuschauer in der Berner PostFinance-Arena in einem gellenden Pfeifkonzert. Kaum einer der knapp 15’000 Fans – so wenig wie seit vier Jahren nicht mehr – hätte wohl noch mit einer Wende gerechnet. Doch der davor lethargisch und unkonzentriert wirkende SCB spielte die Leventiner am Ende regelrecht schwindlig.

Trevor Smith verkürzte noch im zweiten Drittel (34.) auf 1:3, fünf weitere Torschützen – unter ihnen der neue Kanadier Derek Roy mit seinem ersten Tor im vierten Spiel – sorgten im Schlussabschnitt für den doch noch deutlichen fünften Berner Heimsieg in Folge. Bei drei der fünf Tore standen die Berner mit einem Mann mehr auf dem Eis.

Ambri fiel im dritten Abschnitt regelrecht auseinander, nachdem es davor die Partie im Griff gehabt und mit etwas Glück, aber verdient auch die nötigen Tore erzielt hatte. Thibaut Monnet schoss bereits nach 23 Sekunden und einem missglückten Ausflug von Marco Bührer das 1:0. Alexandre Giroux doppelte 23 Sekunden vor der ersten Pause mit einem ebenfalls nicht unhaltbar scheinenden (Weit-)schuss nach. Die gute Ausgangslage vermochten die Tessiner aber nicht auszunützen.

Bern – Ambri-Piotta 6:3 (0:2, 1:1, 5:0)

14’952 Zuschauer. – SR Eichmann/Koch, Espinoza/Kaderli. – Tore: 1. (0:23) Monnet (Emmerton, Fora) 0:1. 20. (19:37) Giroux (Pestoni, Hamill) 0:2. 31. Duca 0:3. 34. Smith (Helbling, Rüfenacht) 1:3. 44. Plüss (Jobin/Ausschluss Bianchi) 2:3. 48. (47:29) Roy (Conacher, Blum) 3:3. 49. (48:10) Moser (Blum, Pascal Berger/Ausschluss Duca) 4:3. 54. (53:30) Pascal Berger (Helbling) 5:3. 55. Helbling (Conacher/Ausschluss Mäenpää) 6:3. – Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Bern, 8mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. – PostFinance-Topskorer: Conacher; Mäenpää.

Bern: Bührer; Helbling, Untersander; Kreis, Blum; Jobin, Gerber; Flurin Randegger, Gian-Andrea Randegger; Reichert, Rüfenacht, Scherwey; Moser, Plüss, Bodenmann; Alain Berger, Smith, Bergenheim; Conacher, Roy, Pascal Berger.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Fora, Zgraggen; Birbaum, Mäenpää; Trunz, Chavaillaz; Sven Berger; Lhotak, Emmerton, Monnet; Grassi, Bastl, Lauper; Pestoni, Hamill, Giroux; Duca, Kamber, Bianchi; Fuchs.

Bemerkungen: Bern ohne Ebbett, Kobasew und Krueger, Ambri-Piotta ohne Hall, Flückiger (alle verletzt), Gautschi und Stucki (beide krank). Timeout Ambri-Piotta (46.).

(SI)


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