Berner Heimniederlage gegen Fribourg-Gottéron

Freiburger Jubel nach dem 2:0 durch Greg Mauldin (Zweiter von links)
Freiburger Jubel nach dem 2:0 durch Greg Mauldin (Zweiter von links) © KEYSTONE/PETER KLAUNZER
Weiterer Rückschlag für den SC Bern: Das Team von Lars Leuenberger unterliegt Fribourg-Gottéron vor heimischen Publikum 0:4. Nach den beiden Siegen in Ambri (4:3 n.V.) und gegen Zug (5:2), nach zuvor sieben Niederlagen in Serie, schienen die Berner auf gutem Weg zu sein.

Das gesteigerte Selbstvertrauen war zu Beginn der Partie zu sehen, der SCB dominierte das erste Drittel. Bereits in der zweiten Minute vergab Andrew Ebbett eine gute Chance zur Führung. Dennoch lagen die Gastgeber nach 20 Minuten 0:1 zurück; Julien Sprunger traf in der 14. Minute im ersten Powerplay der Partie.

In der 28. Minute erhöhte Greg Mauldin nach einem Abpraller mit seinem zehnten Saisontor auf 2:0. Dabei machte nicht nur SCB-Goalie Jakub Stepanek keine gute Figur, sondern auch Verteidiger Timo Helbling, der sich von Killian Mottet viel zu einfach düpieren liess. Überhaupt konnten die Berner nicht mehr an die Leistung im ersten Drittel anknüpfen. Als SCB-Coach Lars Leuenberger in der 30. Minute ein Timeout nahm, hörten die Spieler nicht wirklich zu. Dessen Zeit als Coach dürfte ohnehin schon bald zu Ende sein, die Berner sollen Interesse am finnischen Nationaltrainer Kari Jalonen haben.

Im Schlussabschnitt war der Sieg von Gottéron nicht mehr gefährdet. Spätestens nach dem 3:0 von Sprunger (53.) gab es über den Ausgang der Partie keinen Zweifel mehr. Sprunger hat nun 24 Saisontore auf dem Konto, womit er Luganos Fredrik Pettersson (23) als Nummer 1 der Liga ablöste. Benjamin Conz musste für seinen dritten Saison-Shutout 22 Schüsse abwehren.

Fribourg kann nach dem zweiten Sieg in den letzten neun Partien gegen Bern die Playoffs planen. Es müsste viel passieren, damit die Westschweizer noch unter den Strich fallen. Der SCB dagegen liegt nach der fünften Niederlage in den letzten sechs Heimspielen als Achter zwar weiter auf einem Playoff-Platz, nach Verlustpunkten sind jedoch Ambri-Piotta und die Kloten Flyers besser.

Bern – Fribourg-Gottéron 0:4 (0:1, 0:1, 0:2)

16’827 Zuschauer. – SR Kurmann/Vinnerborg; Bürgi/Kaderli. – Tore: 14. Sprunger (Rathgeb, Kamerzin/Ausschluss Gerber) 0:1. 28. Mauldin (Mottet, Pouliot) 0:2. 53. Sprunger (Bykow, Benny Plüss) 0:3. 60. (59:49) Benny Plüss (Sprunger) 0:4 (ins leere Tor). – Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Bern, 3mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron. – PostFinance-Topskorer: Conacher; Sprunger.

Bern: Stepanek; Krueger, Untersander; Helbling, Gerber; Jobin, Kreis; Flurin Randegger; Rüfenacht, Roy, Scherwey; Conacher, Ebbett, Moser; Bodenmann, Martin Plüss, Pascal Berger; Alain Berger, Reichert, Müller.

Fribourg-Gottéron: Conz; Rathgeb, Ngoy; Kamerzin, Abplanalp; Ellerby, Schilt; Sprunger, Bykow, Benny Plüss; Fritsche, Gardner, Rivera; Mauldin, Pouliot, Mottet; Neuenschwander, Genoway, Neukom; Schmutz.

Bemerkungen: Bern ohne Kousa (überzähliger Ausländer), Luca Hischier, Bergenheim, Blum, Bührer, Kobasew, Dubois, Ness und Smith. Fribourg-Gottéron ohne Picard II, Réway und Camperchioli (alle verletzt). – Timeout Bern (30.). – Bern von 58:07 bis 59:49 ohne Goalie.

(SDA)


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