Berner Überraschung dank Bodenmanns Gala

Der Berner Simon Bodenmann war der Matchwinner mit vier Toren
Der Berner Simon Bodenmann war der Matchwinner mit vier Toren © KEYSTONE/TI-PRESS/CARLO REGUZZI
Dem SC Bern gelingt in Zug die Überraschung. Nach der Misere mit bloss einem Sieg aus sieben Spielen siegt Bern beim EVZ mit 6:5. Den Erfolg verdankten die Berner einzig und allein Simon Bodenmann. Der 27-jährige Flügelstürmer erzielte vier der sechs Tore.

Es waren erst noch die vier wichtigsten Goals des Spiels. Nach elf Minuten glich Bodenmann die einzige Zuger Führung aus (1:1). Nach 26 Minuten brachte er Bern mit 4:3 in Führung. Ab dem Moment rannten die Innerschweizer bis zur Schlusssirene erfolglos dem Rückstand hinterher. Und schliesslich sorgte Bodenmann mit den Goals zum 5:3 und 6:4 dafür, dass die Zuger trotz eines starken Aufbäumens im Finish nicht mehr ausgleichen konnten.

Nebst den vier Treffern liess sich Bodenmann auch noch ein Assist gutschreiben. Nur Marc Wieser am Freitag beim Davoser 9:1-Erfolg in Freiburg kam bislang diese Saison ebenfalls auf fünf Skorerpunkte in einem Spiel. Vier oder mehr Tore in einem NLA-Spiel hatten zuletzt Romano Lemm für Lugano (Saison 2009/10) und Petr Sykora für Davos (Saison 2010/11) erzielt.

Die Partie Zug – Bern bot elf Tore und aussergewöhnliches Spektakel. 110 Strafminuten wurden ausgesprochen; ab der 20. Minute und dem Faustkampf zwischen Johan Morant und Sean Bergenheim bis zur zweiten Pause war die Gangart sogar gehässig. Strafen spielten aber auch im Schlussabschnitt nochmals eine Rolle. In den letzten 28 Sekunden mussten drei Berner Feldspieler gegen sechs Zuger Angreifer die knappe Führung über die Zeit retten. Am Ende resultierte aber dennoch Berns erster Saisonsieg gegen eines der drei Top-Teams (ZSC Lions, Davos, Zug).

Die Zuger ärgerten sich hinterher über die Niederlage und über die schlechte eigene Leistung. Sie liessen sich von den Bernern provozieren und völlig ins Bockshorn jagen. Daraus resultierte insbesondere während der ersten 40 Minuten eine ungewohnt hohe Fehlerquote.

Zug – Bern 5:6 (2:2, 1:3, 2:1)

6751 Zuschauer. – SR Stricker/Wehrli, Gnemmi/Wüst. – Tore: 4. Immonen (Sondell, Bouchard/Ausschluss Ness) 1:0. 11. Bodenmann 1:1. 15. Martin Plüss (Simon Moser, Bodenmann) 1:2. 17. Immonen 2:2 (Strafe angezeigt). 23. Derek Roy (Ausschlüsse Grossmann, Fabian Schnyder) 2:3. 24. Tim Ramholt (Martschini/Ausschlüsse Kousa; Fabian Schnyder) 3:3. 26. Bodenmann (Simon Moser, Ness) 3:4. 39. Bodenmann (Derek Roy, Conacher) 3:5. 46. Holden (Peter) 4:5. 52. Bodenmann (Simon Moser) 4:6. 53. Martschini (Bouchard, Holden/Ausschluss Derek Roy) 5:6. – Strafen: 12mal 2 plus 5 Minuten (Morant) plus Spieldauer (Morant) gegen Zug, 13mal 2 plus 5 (Bergenheim) plus 10 Minuten (Simon Moser) plus Spieldauer (Bergenheim) gegen Bern. – PostFinance-Topskorer: Bouchard; Conacher.

Zug: Tobias Stephan; Tim Ramholt, Grossmann; Dominik Schlumpf, Sondell; Alatalo, Morant; Yannick Blaser; Lammer, Immonen, Bouchard; Martschini, Holden, Suri; Bürgler, Peter, Fabian Schnyder; Marchon, Senteler, Sandro Zangger; Thibaudeau.

Bern: Schwendener; Beat Gerber, Blum; Helbing, Gian-Andrea Randegger; Flurin Randegger, Krueger; Kousa, Tim Dubois; Bodenmann, Martin Plüss, Simon Moser; Conacher, Derek Roy, Bergenheim; Luca Hischier, Reichert, Alain Berger; Marco Müller, Ness, Nico Hischier.

Bemerkungen: Zug ohne Nolan Diem, Erni, Stadler und Volejnicek, Bern ohne Pascal Berger, Bührer, Ebbett, Jobin, Kobasew, Kreis, Ruefenacht, Tristan Scherwey, Trevor Smith und Untersander (alle verletzt). – Timeouts: Zug (59:32); Bern (46.).

(SI)


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