Berner Albert Rösti verabschiedet sich aus dem Bundesratsrennen

Steht nicht mehr als Bundesratskandidat zur Verfügung: Der Berner SVP-Nationalrat Albert Rösti.
Steht nicht mehr als Bundesratskandidat zur Verfügung: Der Berner SVP-Nationalrat Albert Rösti. © /KEYSTONE/PETER SCHNEIDER
Der Berner SVP-Nationalrat Albert Rösti steht als Bundesratskandidat nun doch nicht zur Verfügung. Er kam mit der Kantonalpartei überein, die Bewerbung zurückzuziehen. “Alles andere wäre unvernünftig gewesen”, sagte Rösti am Dienstag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda.

Erstens sässen schon zwei Berner im Bundesrat, zweitens habe sich der Vorstand der SVP-Bundeshausfraktion am Montag bekanntlich für ein Dreierticket mit nur einem Deutschschweizer ausgesprochen.

Angesichts dieser Konstellation mache es wenig Sinn, die Kandidatur aufrecht zu erhalten. Den Entschluss habe er gemeinsam mit der SVP des Kantons Bern gefasst, sagte Rösti.

Die Kantonalpartei wies in einem Communiqué darauf hin, dass die Meldung an die Findungskommission bereits im Sommer erfolgt sei. Damals sei die Konstellation für die Bundesratswahl noch nicht bekannt gewesen. Nach den Wahlen habe man an der Kandidatur Rösti zunächst festgehalten, um der Findungskommission den grösstmöglichen Handlungsspielraum zu geben.

Nun aber sei es Zeit für den Rückzug. “Es ist sinnvoll, anderen Kantonsvertretern den Vortritt zu lassen”, schreibt die Partei.

Mit Freude stelle sie aber fest, dass Rösti sowohl von der Findungskommission wie vom Fraktionsvorstand als hervorragender Kandidat eingestuft worden sei. Die bernische SVP habe bewiesen, dass sie auf geeignete Persönlichkeiten zählen könne, wenn es um die Besetzung von hohen Ämtern wie das eines Bundesrats gehe.

Die SVP-Bundeshausfraktion entscheidet am Freitag definitiv über die Nomination. Die Findungskommission hatte am Montag sieben Kandidaten in den Vordergrund gestellt – nebst Rösti auch die Nationalräte Thomas Aeschi (ZG), Heinz Brand (GR), Guy Parmelin (VD) sowie den Walliser Staatsrat Oskar Freysinger, den Tessiner Staatsrat Norman Gobbi und den Nidwaldner Regierungsrat Res Schmid.

(SDA)


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