Berns Siegesserie riss nach Bührers Verabschiedung

Der ehemalige SCB-Goalie Marco Bührer verabschiedet sich vor der 1:8-Kanterniederlage seines Ex-Teams vom Berner Publikum
Der ehemalige SCB-Goalie Marco Bührer verabschiedet sich vor der 1:8-Kanterniederlage seines Ex-Teams vom Berner Publikum © KEYSTONE/PETER KLAUNZER
Der SC Bern überlässt die grosse Bühne ein letztes Mal Marco Bührer. Nach dem Adieu des langjährigen Goalies will offenbar niemand Bührer die Show stehlen. Gegen Kloten resultiert eine 1:8-Pleite. Dabei hatte sich in der PostFinance-Arena vor dem Spiel alles um die Zahl «10» gedreht.

Bührers Nummer 39 wurde als zehntes Jersey unter das Hallendach hochgezogen. Der SC Bern strebte nach der Zeremonie den zehnten Sieg in Folge an. Und nach dem 0:7 Klotens am Vorabend gegen Zug erwarteten einige der 16’289 Zuschauer eine «Stängeli-Übung».

Der Schlittschuhclub Bern zog aber nach der Ehrung Bührers einen rabenschwachen Abend ein. Er kassierte die höchste Heimniederlage aller Zeiten. Vor 21 Jahren (18.11.1995) hatte der SCB in der Allmendhalle gegen Zug ebenfalls 1:8 verloren.

Die Berner leisteten sich für einmal viel zu viele Fehler. Dem ersten Gegentor ging ein Scheibenverlust von Andrew Ebbett voraus. Das zweite Gegentor kassierte Bern in Überzahl. Das Heimteam musste sogar froh sein, nur einen Shorthander kassiert zu haben. Und beim dritten Klotener Treffer lenkte Eric Blum den Puck unglückhaft mit dem Schlittschuh ins eigene Tor ab.

Innerhalb von zwölf Minuten erzielten Serge Weber (erstes NLA-Tor), Bobby Sanguinetti, Tommi Santala, Daniele Grassi und Drew Shore die Goals vom 0:0 zum 5:0. Leonardo Genoni, Marco Bührers Nachfolger vor dem Berner Goal, wurde nach fünf Gegentoren und nur elf Paraden ausgewechselt. Ausgerechnet an dem Abend, an dem Bührer verabschiedet wurde, kassierte Genoni so viele Gegentore wie noch nie in dieser Saison. Und der zweite Berner Goalie, Joel Aebi, musste ebenfalls bereits den zweiten Schuss auf sein Gehäuse passieren lassen.

(SDA)


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