Besser schlafen dank Zuckerentzug

Von Katerina Mistakidis
Besser schlafen dank Zuckerentzug
© iStock/ivosevicv
Einen Löffel Zucker in den Morgenkafi, ein Schoggigipfel zum Znüni, Ketchup am Mittag und der Energydrink am Nachmittag: Über den Tag verteilt läppert sich ein schöner kleiner Zuckerberg zusammen. Wenn du weniger Zucker essen möchtest, wird sich der Entzug schnell bemerkbar machen.

Kopfschmerzen, unreine Haut, Schlafprobleme, schlechte Laune – all diese Symptome beschreiben Menschen, die ihren Zuckerkonsum reduzieren. Diese Reaktion des Körpers ist auch absolut logisch, da wir ihm ja etwas wegnehmen, was er bisher täglich und in rauen Mengen zur Verfügung hatte. Zucker gilt zwar als schneller Energiespender für zwischendurch, ein Stück Schokolade kann am Nachmittag wahre Wunder wirken. Allerdings ist der Blutzuckerspiegel so auch grossen Schwankungen unterworfen.

Wenn nun der Zucker als schneller Energielieferant wegfällt, sinkt auch der Blutzuckerspiegel und muss sich erst wieder auf ein normales Mass einpendeln. Wer seinen Zuckerkonsum reduziert, wird aber auch merken, dass nach vier bis sieben harten Tagen die Symptome bereits nachlassen.

Banane statt Süssstoff

iStock/isitsharp

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Wichtig ist, dass in der ersten Zeit dem Verlangen nach Süssem nicht nachgegeben und dem Körper kein Ersatzstoff angeboten wird. Also statt Zucker nicht einfach Süssstoff in den Kafi kippen. Die künstlichen Süssstoffe gaukelt dem Körper etwas vor, das nicht da ist. Austricksen macht wenig Sinn und macht nur die Entwöhnungsphase länger. Was aber sehr wohl hilft sind Früchte. Also am Nachmittag nicht zur Schoggi greifen, sondern einfach zur Banane oder zum Apfel.

Trotz der Symptome, der Umstellung und dem teilweise etwas umständlicheren Einkaufen lohnt sich der Zuckerverzicht und wirkt sich positiv auf unseren Körper aus.

Zucker lässt uns schneller altern

iStock/leszekglasner

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Im Körper löst Zucker die Glykation aus. Einzelne Fasern verlieren dadurch ihre Spannkraft und das heisst, man sieht Falten deutlich schneller. Weniger Zucker wirkt also etwas wie eine Anti-Aging Creme.

Gehirnwäsche

iStock/A.J. Rich

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Die Schoggi am Nachmittag mag uns wie eine Wunderwaffe im Energietief vorkommen. Kurzfristig ist sie das auch, auf längere Sicht aber werden unsere grauen Zellen durch Zucker eher verlangsamt. Das zeigte ein Versuch mit Ratten. Die mit Zucker gefütterten Tiere waren deutlich langsamer auf ihrem Weg aus einem Labyrinth. Wer einen klaren Kopf braucht, sollte lieber etwas weniger Zucker essen.

Kleinere Portionen

iStock/neiljlangan

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Durch zu viel Zucker wird die Bildung von Leptin im Körper blockiert, was dazu führt, dass kein Sättigungsgefühl eintritt. Der Zucker macht, dass wir mehr in uns reinschaufeln als eigentlich nötig. Mit weniger Zucker wirst du, wenn sich der Blutzuckerspiegel eingependelt hat, auch sonst automatisch weniger essen und weniger Heisshungerattaken haben.

Süsse Träume

iStock/Juhasz Peter

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Wir schlafen dann gut, wenn wir durchschlafen und das wiederum ist viel einfacher, wenn der Energiepegel konstant bleibt. Das Bettmümpfeli am Abend ist hier total kontraproduktiv. Der Zucker lässt kurzzeitig den Blutzuckerspiegel ansteigen und wenn die Energie dann verpufft ist, wachen wir auf weil unser Blutzuckerspiegel wieder in den Keller rauscht. Die süssesten Träume gibt es ohne zu viel Zucker am Abend.

(kat)


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