Beteiligte der Gotthard-Eröffnungsfeier sind satt und glücklich

Sie werden diesen Tag wohl lange nicht mehr vergessen: die glücklichen Gewinner einer Fahrkarte für den Eröffnungszug durch den neuen Gotthard-Basistunnel.
Sie werden diesen Tag wohl lange nicht mehr vergessen: die glücklichen Gewinner einer Fahrkarte für den Eröffnungszug durch den neuen Gotthard-Basistunnel. © KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER
Die Beteiligten der Gotthard-Einweihungsfeier haben sich am Mittwoch teilweise sehr beeindruckt geäussert. Die ersten Passagiere im Tunnel priesen nach der Durchfahrt unter anderem die Ingenieursleistung.

“Solche Ingenieursbauten sind weltweit einmalig. Dass sie in der Schweiz möglich sind, davor habe ich grossen Respekt”, sagte der pensionierte Techniker Giorgio Barchiesi aus Lugano TI gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Er zählt zu jenen rund 1000 Passagieren, die offiziell in einem von zwei Zügen als erste durch den neuen Gotthard-Basistunnel fahren durften. Sie waren aus rund 160’000 interessierten Bewerbern ausgelost worden.

Er habe sich aus reiner Neugier um ein Ticket beworben. “Bisher hatte ich noch nie Losglück.”

“Ich bin beeindruckt, wie rasch wir jetzt mit der Bahn aus der Innerschweiz mitten im Tessin und wieder zurück sind”, sagte Christoph Kraft aus Ibach SZ. Kraft reiste mit seiner 15-jährigen Tochter Malin, die beim Baustart des Tunnels noch gar nicht auf der Welt war. “Bald können wir zusammen Shoppingausflüge nach Bellinzona unternehmen.”

Zahlreiche weitere Passagiere betonten, sie wollten es sich nicht nehmen lassen, bei dem Jahrhundertereignis dabei zu sein. “Der Basistunnel ist strategisch wichtig für die Schweiz”, sagte die Umweltwissenschaftsstudentin Kate Degonda aus Zürich. “Schon der Bau des ersten Tunnels war historisch bedeutsam. Der Gedanke, bei der Eröffnung des Basistunnels dabei sein zu können, hat mich fasziniert.”

Ein ganz besonderer Tag war es für Urs Kobler. Er fuhr als Lokführer den ersten Eröffnungszug von Erstfeld UR nach Pollegio TI mit zahlreichen Staatsgästen durch den neuen Basistunnel. Kobler sprach von einem besonderen Gefühl, wenn man wisse, wer da hinten im Zug sitze. Die Fahrt sei wie geplant verlaufen. Damit die Gäste auch etwas vom Tunnel sehen konnten, sei er nur 140 Stundenkilometer gefahren.

Für die geladenen Gäste in Pollegio tischte die Küche Tessiner Spezialitäten auf. So standen Kartoffel-Gnocchi und Polenta auf dem Menü. Dazu gab es Tessiner Bratgemüse und ein Steinpilzrisotto mit gebratenen Luganighetta-Stückchen. Gäste und Staatschefs hätten die gleichen Speisen bekommen, sagte die Küchenleitung auf Anfrage.

(SDA)


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