Bibliotheken wollen keine Gebühren

Blick in die Kantonsbibliothek in Frauenfeld (Symbolbild).
Blick in die Kantonsbibliothek in Frauenfeld (Symbolbild). © Reto Martin/St.Galler Tagblatt
Die Ostschweizer Bibliotheken, Autoren und Verleger streiten sich über die Frage, ob Bibliotheken bald auf jede Ausleihe eine Abgabe an den Urheber entrichten müssen.

Ein Artikel im neuen Urheberrechtsgesetz erhitzt die Gemüter. Nebst der Bekämpfung der Internetpiraterie soll das neue Urheberrechtsgesetz eine bessere Entschädigung von Autorinnen und Autoren erwirken. Neu sollen Verleiher von Büchern den Autoren eine Vergütung bezahlen. Dagegen gibt es Widerstand, auch in der Ostschweiz, wie das St.Galler Tagblatt schreibt. Insbesondere für kleinere Bibliotheken sei der Mehraufwand kaum zu meistern.

Wie hoch die Abgabe ausfallen würde, ist noch offen. Bibliotheksverbände rechnen mit bis zu 1 Franken pro Ausleihe. Der Verband Autorinnen und Autoren der Schweiz geht von zwei bis fünf Millionen Franken jährlich aus.

Das neue Urheberrechtsgesetz befindet sich bis Ende März in der Vernehmlassung. Ob und wann das neue Gesetz ins Parlament kommt, ist noch unklar. (red)


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