Biel immer desolater

Die Zuger feiern einen Treffer vor dem Bieler Tor
Die Zuger feiern einen Treffer vor dem Bieler Tor © KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Der EHC Biel wird immer schlechter. Die Seeländer unterliegen dem EV Zug nach einer desolaten Leistung mit 0:6. Die Entscheidung fällt im zweiten Abschnitt innerhalb von fünf Minuten.

Wer auf das peinliche 0:7 vom Dienstag in Langnau eine Reaktion erwartet hatte, der wurde von Biel bitter enttäuscht. Die Bieler begannen die Partie passiv. Zug dominierte die Partie permanent und spielte auch bei gleich vielen Spielern auf dem Eis “Powerplay”. Ausserdem leisteten sich die Seeländer gravierende Fehler. Vor dem ersten Gegentor verlor Verteidiger Igor Jelovac im Vorwärtsgang die Scheibe, so dass Jeff Holden und Lino Martschini solo auf Lukas Meili losziehen konnten.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts kamen die Bieler zu ihren besten Szenen. Ahren Spylo (27.), Gaetan Haas (30.) und Gianni Ehrensperger (31.) vergaben Möglichkeiten zum Ausgleich. Diese Bieler Chancen bewogen Zugs Coach Harold Kreis zu einem frühen Timeout. Und die Auszeit wirkte: Innerhalb von sechs Minuten nach dem Timeout stellten Fabian Schnyder (2:0), wieder Lino Martschini (3:0) und Sandro Zangger (4:0) Zugs ersten Auswärtssieg nach drei Niederlagen sicher. Die Goals vom 1:0 zum 3:0 fielen innerhalb von 86 Sekunden. Beim 0:2 vermochte Goalie Meili den Puck nicht festzuhalten; beim 0:3 spielte Martschini die gesamte herumstehende Bieler Equipe aus.

Am Samstag muss Biel in Ambri gewinnen, will es sich nicht schon im November fürs erste aus dem Rennen um die Playoff-Plätze verabschieden. Schon zum dritten Mal diese Saison gelang dem Team von Kevin Schläpfer in einem Heimspiel kein einziges Goal. Gegen Zug zeigte Biel in seinem neuen Eispalast sogar das schwächste Heimspiel seit dem 2:8 vor drei Jahren gegen Kantonsrivale Bern.

Biel – Zug 0:6 (0:1, 0:3, 0:2)

5535 Zuschauer. – SR Fischer/Wiegand, Borga/Rohrer. – Tore: 19. Martschini (Holden, Sondell) 0:1. 34. Fabian Schnyder (Peter, Yannick Blaser) 0:2. 35. Martschini (Holden) 0:3. 39. Sandro Zangger (Grossmann/Ausschluss Fabian Sutter) 0:4. 41. (40:23) Suri (Sondell) 0:5. 46. Sondell (Ausschluss Fabian Lüthi) 0:6. – Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Biel, 2mal 2 Minuten gegen Zug. – PostFinance-Topskorer: Arlbrandt; Bouchard.

Biel: Meili (40:23 (Simon Rytz); Jelovac, Maurer; Dave Sutter, Fey; Joggi, Dufner; Jecker, Wellington; Arlbrandt, Macenauer, Rossi; Wetzel, Ehrensperger, Stapleton; Tschantré, Gaëtan Haas, Spylo; Daniel Steiner, Fabian Sutter, Fabian Lüthi.

Zug: Tobias Stephan; Dominik Schlumpf, Sondell; Tim Ramholt; Grossmann; Morant, Alatalo; Stadler, Yannick Blaser; Martschini, Holden, Suri; Lammer, Immonen, Bouchard; Sandro Zangger, Nolan Diem, Senteler; Bürgler, Peter, Fabian Schnyder.

Bemerkungen: Biel ohne Nicholas Steiner, Olausson, Herburger, Zug ohne Simon Lüthi (alle verletzt). – Timeout Zug (32.).

(SI)


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