Bieler feiern Auswärtssieg im Emmental

Chris DiDomenico von den SCL Tigers im Zwiegespräch mit Biels Topskorer Robbie Earl
Chris DiDomenico von den SCL Tigers im Zwiegespräch mit Biels Topskorer Robbie Earl © KEYSTONE/PPR/MARCEL BIERI
Nach drei Niederlagen in Folge holt Biel in Langnau nach einem 0:1-Rückstand mit 5:3 einen kapitalen Sieg am Strich. Das Experiment mit Headcoach Mike McNamara wird in Biel vorerst weitergehen. Biels Rechnung im Emmental ging auf. Die Seeländer spielten bis zur Schlussphase diszipliniert.

Biel nützte zwei von drei Powerplay-Chancen zu den Goals zum 1:1 durch Jacob Micflikier (33.) und 3:1 durch Kevin Fey (45.). Die Bieler lagen bis zur 33. Minute mit 0:1 zurück, erzielten dann innerhalb von 16 Minuten vier Tore. Auch Stanislav Horansky und Robbie Earl reüssierten.

Langnau blieb am Ende nur der grosse Ärger. Die Chance, erstmals über den Strich zu klettern (nachdem Ende September der Rückstand auf Platz 8 elf Punkte betragen hatte), wurde leichtfertig vertan. Nach dem Führungstor durch den Finnen Eero Elo vergaben Jewgeni Schirjajew (12.), Sven Lindemann (14.) und Philippe Seydoux (29.) hochkarätige Chancen zum 2:0. Biels Goalie Jonas Hiller (28 Paraden) wehrte dreimal brillant ab.

Bei den Gegentoren sahen die Langnauer ganz schlecht aus. Beim 1:1 liessen sie sich in Unterzahl auskontern. Bei Horanskys 1:2 verhinderten die zwei Verteidiger vor dem Gehäuse den Querpass nicht, weil sie mit dem Stock in der Luft herumfuchtelten. Der gleiche Fehler (Stock in der Luft) führte im Schlussabschnitt dazu, dass Philippe Seydoux den Abschlussversuch von Verteidiger Kevin Fey für Ivars Punnenovs unhaltbar ins eigene Netz abfälschte.

Erst im Finish kam Langnau durch Überzahltore nochmals auf 3:4 heran. Ein Schuss ins leere Tor in der letzten Minute stellte Biels erst vierten Sieg in den letzten 16 Runden aber sicher.

SCL Tigers – Biel 3:5 (1:0, 0:2, 2:3)

5694 Zuschauer. – SR Mandioni/Massy, Abegglen/Kaderli. – Tore. 11. Elo (Schremp, Nils Berger) 1:0. 33. Micflikier (Mike Lundin/Ausschluss Koistinen) 1:1. 38. Horansky (Fabian Sutter, Wetzel) 1:2. 45. Fey (Huguenin/Ausschluss Nils Berger) 1:3. 49. Earl (Julian Schmutz, Mike Lundin) 1:4. 56. (55:02) Schremp (Elo, DiDomenico/Ausschlüsse Horansky, Maurer) 2:4. 56. (55:37) Elo (Schremp/Ausschluss Maurer) 3:4. 60. (59:38) Fey (Ausschluss Jan Neuenschwander!) 3:5 (ins leere Tor). – Strafen: 3mal 2 Minuten gegen SCL Tigers, 4mal 2 Minuten gegen Biel. – PostFinance-Topskorer: DiDomenico; Earl.

SCL Tigers: Punnenovs (49. Ciaccio); Seydoux, Koistinen; Zryd, Flurin Randegger; Weisskopf, Yves Müller; Currit; Elo, Schremp, Nils Berger; DiDomenico, Albrecht, Sven Lindemann; Claudio Moggi, Schirjajew, Kuonen; Roland Gerber, Adrian Gerber, Wyss; Rüegsegger.

Biel: Hiller; Mike Lundin, Dufner; Maurer, Dave Sutter; Huguenin, Fey; Nicholas Steiner, Jecker; Julian Schmutz, Earl, Micflikier; Rossi, Jan Neuenschwander, Fabian Lüthi; Pedretti, Gaëtan Haas, Rajala; Horansky, Fabian Sutter, Wetzel.

Bemerkungen: SCL Tigers ohne Pascal Berger, Blaser, Lukas Haas, Nüssli, Stettler (alle verletzt) und Shinnimin, Biel ohne Pouliot (beide überzählige Ausländer), Valentin Lüthi, Tschantré (beide verletzt) und Wellinger (krank). – Timeouts: SCL Tigers (59:03); Biel (55:37).

(SDA)


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