Bilaterale Verträge verlieren laut Umfrage an Unterstützung

Der bilaterale Weg scheint gemäss einer Umfrage an Zustimmung zu verlieren. (Archivbild)
Der bilaterale Weg scheint gemäss einer Umfrage an Zustimmung zu verlieren. (Archivbild) © KEYSTONE/GAETAN BALLY
Die Zustimmung für die Bilateralen Verträge schwindet gemäss einer Umfrage. Nur noch 60 Prozent würden demnach der Fortsetzung der Bilateralen Verträge zustimmen. Vor Jahresfrist waren es noch 81 Prozent gewesen.

Die Bilateralen Verträge künden würden 28 Prozent, im Vorjahr waren es noch 19 Prozent gewesen, wie aus der von der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens SRF veröffentlichten Umfrage des Forschungsinstituts gfs.bern im Auftrag der Credit Suisse hervorgeht.

Ein EU-Beitritt würde demgegenüber von 21 Prozent der Befragten befürwortet. Vor Jahresfrist waren es noch lediglich zehn Prozent gewesen.

Eine knappe Mehrheit würde ein Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) finden. 51 Prozent sprachen sich dafür aus, ein Jahr zuvor waren es 50 Prozent.

Generell fühlten sich gemäss der Umfrage geographisch nur gerade elf Prozent in erster oder zweiter Linie zur EU zugehörig. «Man hat das Gefühl, dass der eigenständige Weg, der neutrale Weg, der Erfolgsweg der Schweiz ist, und dass diese EU, wie sie sich heute präsentiert, keine Lösung für die Schweiz ist», sagte Lukas Golder, Co-Leiter von gfs.bern, der «Tagesschau».

Die Umfrage wurde vom Instituts gfs.bern im Auftrag der Credit Suisse und in Zusammenarbeit mit dem Europa Forum Luzern durchgeführt. Die Ergebnisse basieren auf den Daten des Sorgenbarometers 2017, den die Credit Suisse Anfang Dezember veröffentlichen wird. Für die Umfrage wurden zwischen dem 26. Juni und dem 15. Juli 2017 1000 repräsentativ ausgewählte Menschen interviewt. Der statistische Fehler wird bei plus/minus 3,2 Prozentpunkten angegeben.

(SDA)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen