Blinde Gämsen im Nationalpark

Bock mit Gamsblindheit.
Bock mit Gamsblindheit. © pd
Vor einem Monat gab die Gamsblindheit im Alpstein zu reden. Nun ist klar, dass auch Tiere im Bündnerland betroffen sind. Nach den Steinböcken sind im Schweizerischen Nationalpark nun auch Gämsen betroffen und dies kurz vor der Brunftzeit.

Sie laufen im Kreis, zeigen keine Scheu, ihre Augen leuchten blutrot – Diese Indizien deuten auf die Gamsblindheit hin. Eine infektiöse Krankheit, die zu irreversibler Erblindung nach Hornhautdurchlöcherung führen kann.

“Wir haben infizierte Tiere im Val Trupchun”, sagt der Sprecher des Schweizerischen Nationalpark gegenüber 20 Minuten. Im Sommer seien die Steinböcke betroffen gewesen, nun habe es die Gämse erwischt. Einige Tiere seien so stark erkrankt, dass ihnen die Augen auslaufen könnten. Die Gefahr einer Übertragung wird noch gesteigert durch die startende Brunftzeit. Diese beginnt diesen Monat.

(red)


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