Blumige Überraschung im Morgenverkehr

Rebstein ist am Donnerstag etwas farbiger als sonst.
Rebstein ist am Donnerstag etwas farbiger als sonst. © zVg/Andrea Kobler
Grosses Staunen heute Donnerstagmorgen im Rheintal: Bushaltestellen, Kreisel, Verkehrsinseln und verschiedene Plätze sind mit einheimischen Pflanzen geschmückt.

Glanzmispeln stehen zwischen den Stangen der Widnauer Einkaufsmeile, Buchen, Ahorn oder Pfaffenhut hängen kopfüber an Kandelabern der Hauptstrasse zwischen Altstätten und Heerbrugg, Heimbuchen an derjenigen in Oberriet.

Diese Nacht-und-Nebel-Aktion bedeutete für rund 50 Gärtnerinnen und Gärtner von Widnau bis Hinterforst Tagwache um 4 Uhr. Damit machen sie aufmerksam auf das diesjährige 100-Jahr-Jubiläum von Jardin Suisse Ostschweiz, dem Unternehmerverband der Ostschweizer Gärtner.

Bevölkerung hat Freude, Verwaltungen weniger

«Wir hoffen, für den einen oder anderen Passanten für Abwechslung auf dem heutigen Arbeitsweg gesorgt zu haben», schreiben die Verantwortlichen in einer Mitteilung. Von der Bevölkerung seien viele positive Reaktionen gekommen, sagt Martin Steger, Mitglied bei Jardin Suisse. «Manche Gemeindeverwaltungen wie jene von Balgach haben weniger Freude an unserer Aktion.» Sie hätten nach einer Bewilligung gefragt und, weil diese nicht erteilt worden war, manche blumige Überraschungen weggeräumt.

Geplant war, die Pflanzen über das Wochenende stehen beziehungsweise hängen zu lassen. «Der angesagte Sturm lässt dies nicht zu, weshalb wir die Pflanzen schon früher wegräumen», erklärt Steger.

Schwimmende Gärten und Blumen in Brunnen

Während des Jubiläumsjahres startet Jardin Suisse immer wieder Guerilla-Aktionen – bei der Badhütte Rorschach liess der Verband beispielsweise Gärten schwimmen, in St.Gallen wurden die Brunnen mit Blumen geschmückt. Auch im Appenzellerland planen die Gärtner während der kommenden Wochen eine Überraschung.

(pd/red.)


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