BMW, Audi und Co. aufgepasst: Der Billig-Tesla ist da

Schnittig: der neue Tesla.
Schnittig: der neue Tesla. © (Tesla Motors via AP)
Das Warten hat ein Ende: Tesla hat heute sein Einsteigermodell vorgestellt. Der Erfolg ist dem “Model 3” bereits sicher.

Selten hat eine Präsentation eines neuen Autos so hohe Wellen geworfen. In Zürich standen gestern Dutzende Personen vor dem Tesla-Shop an, um das neue Modell zu reservieren. Und dies obwohl sie die Eckdaten nicht mal kannten. Heute war es soweit: Unter tosendem Applaus enthüllte Firmenchef Elon Musk in Los Angeles das “Model 3”.

Das Einsteigermodell dürfte den Markt aufmischen. Experten gehen davon aus, dass es den Elektroantrieb zum Massenphänomen machen kann. Bislang fristeten die E-Flitzer eher ein Nischendasein.


“Model 3” bringt alles mit, um erfolgreich zu sein. Es sieht blendend aus, bietet Platz für fünf Personen, hat eine Reichweite von 345 Kilometern und verfügt über viel Power. Der Spurt von null auf 100 Kilometer pro Stunde soll der Stromer in weniger als sechs Sekunden schaffen und damit ungefähr so schnell sein wie ein Golf R oder ein Subaru WRX STI. Hauptargument dürfte aber der Preis sein. Die 35‘000 Dollar sind auch für das Massenpublikum erschwinglich. Laut Musk sind in den ersten 24 Stunden bereits 115’000 Vorbestellungen eingegangen.

In der Schweiz darf man auf den Absatz gespannt sein. Die Marke Tesla ist bei uns schon Kult. Das mehr als doppelt so teure “Model S” war im vergangenen Jahr das meistverkaufte Oberklassenauto überhaupt – es wurde besser verkauft als Benziner und Diesel-Modelle von BMW, Audi und Mercedes.

Das “Model 3” soll ab Ende 2017 ausgeliefert werden. Mit Verspätungen ist bei Tesla aber immer zu rechnen. Bei anderen Modellen musste das Unternehmen die Premieren öfters verschieben. Musk nahm es mit Humor: “Ich bin recht zuversichtlich, dass es nächstes Jahr wird.”

(dsc)


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