Keine Überraschung im Doppel: Schweiz mit dem Rücken zur Wand

Das Schweizer Doppel Adrian Bodmer (links) und Luca Margaroli, umringt von jungen Fans
Das Schweizer Doppel Adrian Bodmer (links) und Luca Margaroli, umringt von jungen Fans © KEYSTONE/ALEXANDRA WEY
Die Schweiz darf sich im Auf-/Abstiegsplayoff gegen Weissrussland keine weitere Niederlage erlauben. Nach dem zweiten Tag steht es in Biel 1:2.Adrian Bodmer und Luca Margaroli verloren am Samstag gegen Max Mirnyi/Andrej Wassilewski standesgemäss, aber denkbar knapp.

Beim 6:7 (6:8), 6:7 (4:7), 6:7 (3:7) hielten sich die beiden Schweizer Davis-Cup-Debütanten beachtlich. Trotz augenscheinlicher Unterlegenheit kassierten sie im gesamten Spiel kein Break und kamen in den ersten beiden Sätzen zu insgesamt vier Satzbällen.

Belohnt wurden sie für ihre Leistung aber nicht. Zu abgeklärt war auf der Gegenseite insbesondere Max Mirnyi, der 40-jährige ehemalige Weltranglisten-Erste im Doppel. Mit einem Doppelfehler besiegelte Margaroli die Niederlage im Tiebreak des dritten Satzes.

Vor den abschliessenden Einzeln am Sonntag lastet der Druck damit auf den Teamleadern Henri Laaksonen und Marco Chiudinelli, die nach einem Ruhetag wieder zum Einsatz gelangen dürften. Laaksonen bekommt es voraussichtlich mit Dimitri Schyrmont zu tun, Chiudinelli mit Jaroslaw Schyla, der am Freitag mit einem Dreisatzsieg gegen Laaksonen verblüfft hat. Änderungen am Aufgebot sind kurzfristig möglich.

Für die Schweiz wäre es der erste Abstieg seit 2010, für Team-Captain Severin Lüthi der dritte seit seinem Amtsantritt 2005. Letztmals lag die Schweiz 2014 nach dem zweiten Tag 1:2 zurück – im Viertelfinal gegen Kasachstan. Mit zwei Siegen am Schlusstag drehten Roger Federer und Stan Wawrinka die Serie in Genf. Sieben Monate später gewannen sie den Davis Cup.

(SDA)


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