Bombenleger von Altstätten steht nochmals vor Gericht

Von Linda Aeschlimann
Im Bezirksgericht Rorschach fällt am Freitag der Entscheid, ob ein erfolgloser Bombenleger verwahrt werden soll.
Im Bezirksgericht Rorschach fällt am Freitag der Entscheid, ob ein erfolgloser Bombenleger verwahrt werden soll. © gerichte.sg.ch
Das Kreisgericht Rorschach muss am Freitag über die Verwahrung eines Bombenlegers entscheiden. Dieser wollte, zusammen mit seinem Komplizen, im Jahr 2000 einen Richter aus Altstätten töten. Er soll nun verwahrt werden.

Die beiden Täter (damals 19 und 22 Jahre alt) wollten mit der selbst gebastelten Bombe einen Bezirksrichter aus Altstätten töten. Der Grund: Der Bezirksrichter hatte einen der beiden per Ausweisung aus dem Haus seiner Mutter geworfen.

Adresse verwechselt

Die beiden Täter legten die Bombe am 18. September 2000 in einer Garage in Altstätten ab. Jedoch nicht in der Garage des Richters, sondern bei seinem Nachbarn. Dieser, ein Anwalt, trägt zufällig den gleichen Nachnamen wie der Richter.

Bombe entschärft

Die Tochter des Anwaltes entdeckte die Bombe in der Garage. Spezialisten konnten eine Explosion verhindern, da der Sprengsatz gerade noch rechtzeitig entschärft wurde.

Therapie erfolglos

Der eine Täter (heute 38-Jahre alt) soll nun verwahrt werden. Die stationären Massnahmen (Gerichtsentscheid im 2004) wurden mehrfach verlängert. Laut dem Amt für Justizvollzug besteht aber keine Aussicht, dass diese zum Ziel führen.

Der TVO-Beitrag vom 14.4.2016 zum Thema:

(lae)


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