Bootcamp: «Kinder lernen Stopp sagen»

Bootcamp: «Kinder lernen Stopp sagen»
© zvg
Am Samstag fand das erste Bootcamp für Kinder in St.Gallen statt. 16 Kinder lernten ihren Körper besser kennen, kamen körperlich an ihre Grenzen und durften sich so richtig austoben. Nicht nur den Kindern, sondern auch den Trainern hat das Training  Spass gemacht.

«Das ist einfach das grösste Gefühl, wenn dir strahlende Kinderaugen verkünden, dass sie dich mega cool finden und wieder kommen möchten», sagt Denise Hübscher. Gemeinsam mit ihrem Bruder Adrian Schärer veranstaltet sie ein Bootcamp in St.Gallen, in dem die Kinder nicht nur körperlich, sondern auch geistig gefordert werden und lernen, sich selbst zu verteidigen. Denise Hübscher (35) und Adrian Schärer (31) sind Extrem-Hindernisläufer und wissen, wie man mit körperlichen und mentalen Herausforderungen richtig umgeht.

Körperliches und mentales Training

Bei Bootcamp denkt man an militärischen Drill und Liegestütze, bis einem die Arme abfallen. «Nein, das machen wir nicht. Wir trainieren die Kinder körperlich, aber auch im Kopf», sagt Denise Hübscher. Körperliche Übungen brachten die 16 Kids ins Schwitzen, sie lernten aber auch zu jemandem «Stopp» zu sagen, der ihnen zu nahe kommt. «Ausserdem bringen wir ihnen bei, dass man auch mal schreien darf, die Teilnehmer konnten in ein Kissen boxen und am Schluss auch Adrian schlagen und treten, der dabei einen Schutzanzug trug», erzählt Denise Hübscher. So würden die Kindern ihren Körper besser kennenlernen und könnten mit ihren Gefühlen umgehen.

Das Training war restlos ausgebucht

16 Kinder konnten während drei Stunden mit Denise und ihrem Bruder trainieren. «Wir hatten viel mehr Anfragen, aber 16 war unsere Limite», sagt die Hindernisläuferin. In Zukunft wollen die Geschwister das Training deshalb öfters anbieten. «Ein Mal im Monat wäre schön, dann könnten alle einmal kommen, die möchten», sagt Denise Hübscher. Das Training hat sowohl den Kindern, als auch den Trainern riesigen Spass gemacht. .

Aus 16 Einzelkämpfern wurde eine Gruppe

Sehr beeindruckt hat Denise Hübscher der Zusammenhalt, den die Kinder aufgebaut haben. «Als sie kamen, waren sie 16 Einzelkämpfer, gegangen sind sie als ein Team», sagt sie. Die Grossen hätten den Kleineren geholfen und so sind die Kinder schnell zusammen gewachsen. «Es ist beeindruckend, wie sehr die Kinder schon wissen, was richtig und was falsch ist.» Auch die Kinder hatten ihre Freude am Training. Als sie nach den drei Stunden aus der Tür gingen, liefen einige zu ihren Mamis und fragten: «Darf ich wieder kommen?»

(enf)


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