Suche nach vermisster Person eingestellt

Die Bergungsarbeiten sind im Gang.
Die Bergungsarbeiten sind im Gang. © Kapo GR
Am Freitagmittag ist es auf dem Fluss Landquart zu einem folgenschweren Bootsunfall gekommen. Zwei Personen verloren ihr Leben, zwei weitere wurden verletzt. Eine Person wird noch vermisst.

“Die Suche nach der vermissten Person wurde schliesslich um 19.30 Uhr eingestellt”, sagt die Kantonspolizei Graubünden auf Anfrage von FM1Today. “Ohne weitere konkrete Hinweise wird die Suche auch am Wochenende nicht wiederaufgenommen”, heisst es vom Mediensprecher Marcus Corai. Die Landquart und der Rhein führten derzeit viel Wasser.

Schlauchboot gekentert

Kurz vor 13 Uhr meldete eine Frau der Kantonspolizei Graubünden, dass sie beobachtete hatte, wie bei Schiers zwei Schwimmwesten, ein Helm und ein gekentertes Schlauchboot in der Landquart flussabwärts trieben. Aufgrund dieser Meldung wurden umgehend die Einsatzkräfte aufgeboten.

Nach ersten Erkenntnissen wasserte eine Gruppe bestehend aus zehn Personen mit zwei privaten Booten bei Küblis in den Fluss Landquart ein. Zwischen Küblis und Fideris kenterte das vordere Boot mit fünf Personen. Zwei Gekenterte konnten sich selbständig an Land retten.

Während Reanimation gestorben

Eine Person konnte von den Einsatzkräften zwischen Schiers und Grüsch aus der Landquart geborgen werden. Trotz Reanimation verstarb diese. Eine zweite Person konnte bei Maienfeld aus dem Rhein geborgen werden. Sie wurde ebenfalls reanimiert, starb aber noch vor Ort. Eine dritte Person wird noch vermisst. Sämtliche Insassen des zweiten Boots konnten die Landquart selbständig verlassen. Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei Graubünden haben die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen.

Ob es sich bei den Toten und Verletzten um Männer oder Frauen handelt, ist laut Angaben der Bündner Kantonspolizei noch unklar. Ebenso unbekannt sind die Nationalitäten der Verunfallten.

Diverse Spezialeinheiten

Im Einsatz stehen mehrere Polizeipatrouillen der Kantone Graubünden und St.Gallen und des Fürstentums Liechtenstein. Weiter waren unter anderem diverse Feuerwehren, die Seerettung der Landespolizei Liechtenstein, zwei Helikopter der Rega im Einsatz. Als Spezialeinheiten sind Taucher, Hundeführer und fliegende Einsatzleiter vor Ort.

(red)


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