Brändli: “Ich distanziere mich in aller Form”

Von Melanie Finschi
Steinachs Gemeindepräsident Roland Brändli ist unter Druck.
Steinachs Gemeindepräsident Roland Brändli ist unter Druck. © TVO/Melanie Finschi
In Steinach tobt derzeit eine politische Schlammschlacht. Roger Brändli soll mithilfe einer Interessensgemeinschaft (IG) aus dem Amt geworfen werden. Im Interview mit FM1Today erklärt er seine Sicht der Dinge. 

Herr Brändli, die Interessengemeinschaft Steinach wirft Ihnen unfairen Wahlkampf und Verunglimpfung vor. Was sagen Sie zu diesen Vorwürfen?

Roland Brändli: Genau gegen solche Unwahrheiten kämpfe ich seit der Gründung dieser Interessengemeinschaft selbst an.

In der neusten Medienmitteilung der IG geht es um seltsame Briefe von Sylvia Hagen, die sich für Sie einsetzt.  Was haben Sie damit zu tun? 

Von diesen Schreiben distanziere ich mich in aller Form. Ich bin gegen jegliche Verunglimpfung. Ob gegen mich oder gegen die IG kommt nicht drauf an. Das geht so einfach nicht. Ich bin selber mehrmals persönlich angegriffen worden. Das gehört sich einfach nicht. Jeder und jede darf Kandidaten aufstellen, die gegen mich antreten. Aber auf diese Art und Weise kämpfen, sollte man nicht.

Sie haben aber mit Frau Hagen zusammengearbeitet?

Ja. Anfangs Juli, als die IG gegründet wurde, hat mir Frau Hagen ihre Hilfe angeboten. Das habe ich sehr geschätzt. Daraufhin hat sie einen Herzensbrief aufgesetzt, der an bestimmte Leute verschickt wurde. Dieser Brief war sehr gut und hat gewisse wichtige Hintergründe aufgezeigt. Aber sobald der Ton angriffig wird und gegen Leute geschossen wird, kann ich nicht mehr dahinter stehen.

Sie können also verstehen, dass die IG Steinach nun auf den Tisch haut und diese Art und Weise des Wahlkampfs nicht richtig findet?

Bis jetzt hat hauptsächlich die IG Steinach auf diese Art Wahlkampf gesetzt. Ich kann diese Vorgehensweise weder von meiner Seite, noch von meinen politischen Widersachern akzeptieren.  Jetzt wird wieder probiert, Sachen miteinander zu verknüpfen, die keinen Zusammenhang haben. Ich habe niemals eine Freigabe für Briefe dieser Art gegeben. So etwas würde ich nie tun. Hier wird irgendetwas konstruiert und das ist einfach nicht richtig.

Die IG Steinach versucht seit ungefähr zwei Monaten, sie aus dem Präsidentensessel zu schmeissen. Wenn Sie auf diese Zeit zurückschauen, was haben Sie für Gefühle?

Grundsätzlich ist dies ein Wahlkampf. Ich habe gewusst, dass es in dieser Zeit zu tun gibt. Es ist einfach schade, dass ich so viel Energie für den Wahlkampf brauche. Ich würde diese Kraft viel lieber für meine Tochter, meine Familie und für die Gemeinde Steinach einsetzen.

Der TVO-Beitrag zum Nachschauen:


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