Brand in geplanter Flüchtlingsunterkunft in Mecklenburg-Vorpommern

Feuerwehrleute bei den Löscharbeiten in Boizenburg in Mecklenburg-Vorpommern. Menschen kamen in dem leer stehenden Mehrfamilienhaus offenbar nicht zu Schaden
Feuerwehrleute bei den Löscharbeiten in Boizenburg in Mecklenburg-Vorpommern. Menschen kamen in dem leer stehenden Mehrfamilienhaus offenbar nicht zu Schaden © /EPA DPA/DANIEL BOCKWOLDT
Im deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern ist am Montagmorgen eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Flammen aufgegangen. Menschen seien in dem leer stehenden Mehrfamilienhaus in Boizenburg nicht zu Schaden gekommen, teilte die Polizei in Rostock mit.

Der Polizei zufolge brannte das Haus in voller Ausdehnung und wird nach der Löschung unbewohnbar sein. Die Ursache des Feuers sei noch unklar, für einen Brandanschlag gebe es zunächst keine Hinweise. Nach Abschluss der Löscharbeiten würden der Staatsschutz und die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufnehmen.

Erst am Sonntag hatten in Mecklenburg-Vorpommern unbekannte Täter zwei mit Brandbeschleuniger gefüllte Glasflaschen gegen die Hauswand eines leer stehenden Gebäudes in Trassenheide auf der Insel Usedom geworfen, in dem möglicherweise Flüchtlinge untergebracht werden sollten. Während das Haus unbeschädigt blieb, brannte vor dem Gebäude die Rasenfläche.

Derweil erhob die Staatsanwaltschaft nach einem Brandanschlag auf eine Asylbewerberunterkunft in Gross Lüsewitz bei Rostock gegen zwei Männer Anklage wegen versuchten Mordes.

Die 25 und 26 Jahre alten Verdächtigen sollen im Oktober 2014 zwei mit Benzin gefüllte Flaschen auf das mehrgeschossige Haus geworfen haben, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag. Beide Feuer erloschen. Es entstand Sachschaden, Menschen wurden nicht verletzt. Die Männer hätten die Tat bisher nicht gestanden.

In dem Heim waren acht Flüchtlingsfamilien verschiedener Nationalitäten untergebracht. Wie der Staatsanwalt sagte, hätten die Männer den Tod von Menschen in Kauf genommen. Sie hätten damit rechnen müssen, dass die Hausbewohner zum Tatzeitpunkt kurz nach Mitternacht bereits schliefen.

(SDA)


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