Brexit hätte laut Finanzminister “ökonomischen Schock” zur Folge

Der britische Finanzminister Osborne mit IWF-Chefin Lagarde am G7-Finanzministertreffen in Japan: Osborne warnte erneut vor den Folgen eines Brexit.
Der britische Finanzminister Osborne mit IWF-Chefin Lagarde am G7-Finanzministertreffen in Japan: Osborne warnte erneut vor den Folgen eines Brexit. © KEYSTONE/EPA/KIMIMASA MAYAMA
Der britische Finanzminister George Osborne warnt vor einem “unmittelbaren ökonomischen Schock”, sollte das Land die EU verlassen. Erschütterungen an den Finanzmärkten wären die Folge, sagte Osborne am Freitag dem Sender BBC.

Gravierende Konsequenzen müssen seinen Worten zufolge auch Immobilienbesitzer fürchten. Der Wert ihrer Häuser würde um zehn bis 18 Prozent fallen, ergänzte Osborne am Rande des Finanzministertreffens der sieben grossen Industrienationen (G7) in Japan. Für Neukäufer würden Hypothekenkredite teurer und wären schwieriger zu bekommen.

Dem Minister zufolge drohen bei einem sogenannten Brexit auch langwierige und lähmende Neuverhandlungen über die Handelsbeziehungen zu zahlreichen Ländern. Für die Firmen bedeute dies Unsicherheit. Sie würden sich mit Neueinstellungen und Investitionen zurückhalten, führte Osborne in dem von seinem Ministerium veröffentlichten Interview aus.

Bei den Brexit-Befürwortern löste er damit Widerspruch aus. Umweltministerin Andrea Leadsom betonte, die grösste Bedrohung für die heimische Wirtschaft sei die riskante Verfassung der Euro-Zone, an die Grossbritannien durch die EU-Mitgliedschaft festgekettet sei.

Die Briten stimmen am 23. Juni in einem Referendum darüber ab, ob sie in der Europäischen Union bleiben oder nicht.

(SDA)


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