Bua und Schneuwly schiessen den FCZ zum Sieg

Schütze des Siegtors für den FC Zürich: Christian Schneuwly (li., im Zweikampf mit YBs Grégory Wüthrich)
Schütze des Siegtors für den FC Zürich: Christian Schneuwly (li., im Zweikampf mit YBs Grégory Wüthrich) © KEYSTONE/PETER KLAUNZER
Der FC Zürich gewinnt das Viertelfinal-Duell in Bern 3:1. Doppel-Torschütze ist Kevin Bua, das entscheidende 2:1 schiesst Christian Schneuwly.

Als dem FCZ-Mittelfeldspieler Kevin Bua in der Nachspielzeit bei einem Einwurf der Ball aus den Händen rutschte und gleich wieder ins Seitenout flog, gab es von der Tribüne höhnisches Gelächter gegen den jungen Westschweizer. Bua konnte über das Missgeschick selbst lächeln. Er war zu diesem Zeitpunkt längst zum Matchwinner avanciert. Seine beiden Tore zum 1:0 (62.) und 3:1 (86.) sowie das Zuspiel auf Christian Schneuwly (83.) beim 2:1 bescherten dem FCZ nach sechs sieglosen Meisterschaftsspielen den ersten richtigen Erfolg unter dem neuen Trainer Sami Hyypiä.

Die Zürcher waren nicht das bessere Team im zu zwei Dritteln leeren Stade de Suisse. Doch sie hatten, was ihnen in den letzten Wochen in der Super League eben auch gefehlt hatte: das nötige Wettkampfglück. In die erste grosse Druckphase der Young Boys, fiel ihr 1:0. YB-Keeper Yvon Mvogo leistete seine Mithilfe, indem er die misslungene Flanke von Bua in die weite Ecke fliegen liess. Und nachdem YB durch Alexander Gerndt (66.) ausgeglichen und dem zweiten Tor eher näher gestanden hatte, haben die Zürcher aus dem Nichts erneut zugeschlagen. Über Franck Etoundi und Bua kam der Ball zu Christian Schneuwly, der aus elf Metern ungehindert einschieben konnte. Das 3:1 durch Bua war nur noch Zugabe und ein letzter Tiefpunkt für YB-Torhüter Mvogo. Er liess sich aus spitzem Winkel bezwingen.

Der FCZ brauchte auch Glück an diesem Abend. Doch unverdient war sein Erfolg nicht. Nach 13 Gegentoren in sechs Meisterschaftsspielen unter Hyypiä verteidigte die Mannschaft bis auf eine Ausnahme exzellent. Für einmal schafften es die Zürcher, die Konzentration in der Defensive während 90 Minuten hoch zu halten. Dass Hyypiä diesmal die gleichen zehn Feldspieler auf den Platz schickte wie im letzten Meisterschaftsspiel, zahlte sich am Ende aus. Der Matchplan des Finnen war in Bern klar ersichtlich. Hinten gut stehen und über die Flanken schnell kontern. Das gelang ziemlich gut. Schon in der ersten Halbzeit hatten die Zürcher durch Christian Schneuwly die beste Chance, kurz nach der Pause traf Mario Gavranovic nur den Aussenpfosten.

Young Boys – FC Zürich 1:3 (0:0)

10’010 Zuschauer. – SR Jaccottet. – Tore: 62. Bua 0:1. 65. Gerndt (Zakaria) 1:1. 83. Schneuwly (Bua) 1:2. 86. Bua 1:3.

Young Boys: Mvogo; Hadergjonaj, Wüthrich (87. Tabakovic), Vilotic, Benito; Steffen, Zakaria, Bertone, Sulejmani (31. Nuzzolo); Gerndt, Kubo.

FC Zürich: Favre (74. Brecher); Philippe Koch, Nef, Brunner (80. Djimsiti), Vinicius; Schneuwly, Cabral, Yapi, Bua; Gavranovic (90. Grgic), Etoundi.

Bemerkungen: Young Boys ohne Von Bergen, Hoarau und Seferi (alle verletzt) sowie Sutter, Afum und Gonzalez (alle nicht im Aufgebot), Zürich ohne Chermiti (gesperrt) sowie Chiumiento, Kecojevic, Schönbächler, Kukeli, Sarr und Kleiber (alle verletzt). 49. Pfostenschuss von Gavranovic. Verwarnungen: 12. Hadergjonaj (Foul). 18. Cabral (Foul). 32. Nef und Benito (beide Unsportlichkeit). 84. Bertone (Foul).

(SI)


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