Bühler schickt die Lehrlinge ins Ausland

Die Klassenzimmer mussten für den Auslandeinsatz umgerüstet werden.
Die Klassenzimmer mussten für den Auslandeinsatz umgerüstet werden. © pd
Bühler-Lernende werden als Teil ihrer Lehre für einige Monate ins Ausland geschickt. Nach drei Jahren präsentiert Bühler nun zusammen mit dem Berufs- und Weiterbildungszentrum Wil-Uzwil eine Weiterentwicklung des “grössten Klassenzimmers der Welt”.

15 Lernende der Berufe Polymechaniker, Anlagen- und Apparatebauer, Automatiker und Konstrukteure von Bühler arbeiten dieses Jahr zwei bis sechs Monate in China, den USA, Südafrika oder England. “Neben dem Fachwissen lernen sie Sprache und Kultur des Gastlandes kennen und sammeln erste Erfahrungen, wie man sich in einem internationalen Umfeld bewegt”, sagt Andreas Bischof, Leiter der Berufsbildung bei Bühler.

Möglich ist dieser Auslandeinsatz durch das Fernunterrichtskonzept ClassUnlimited, das von Bühler und dem Berufs- und Weiterbildungszentrum Wil-Uzwil (BZWU) ins Leben gerufen wurde. Dem Fachschulunterricht werden die Lernenden im Ausland jeweils live zugeschaltet. Die Stammklasse in Uzwil sitzt in einer Lernarena. Felix Tschirky, Prorektor der BZWU: “Wir haben das Klassenzimmer an die Bedürfnisse dieser neuen Lernkonstellation angepasst.” Doch nicht nur räumlich war das Konzept eine Herausforderung. “Man kann nicht einen ganzen Schultag virtuell präsent sein. Wir mussten die Lehrstoffvermittlung überdenken”, sagt Tschirky.

Die Lehrlinge müssen viel im Selbststudium erarbeiten. Das Wissen wir danach im Unterricht vertieft. ClassUnlimited sei ein Forschungsprojekt für die ganze Schule und zeige auf, dass der technologische Wandel für die Bildungsbranche eine riesen Chance mit vielen neuen Möglichkeiten darstelle.

(red/pd)


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