Bulgarien schlägt UNESCO-Generaldirektorin für Ban-Nachfolge vor

Irina Bokowa ist offizielle Bewerberin für das Amt als UNO-Generalsekretärin. Die Bulgarin führt seit 2009 die UNESCO. (Archivbild)
Irina Bokowa ist offizielle Bewerberin für das Amt als UNO-Generalsekretärin. Die Bulgarin führt seit 2009 die UNESCO. (Archivbild) © KEYSTONE/AP/JACQUES BRINON
Bulgarien hat die Generaldirektorin der UNO-Kulturorganisation UNESCO, Irina Bokova, offiziell als neue UNO-Generalsekretärin vorgeschlagen. Das Aussenministerium schickte nach eigenen Angaben einen entsprechenden Brief an die Vereinten Nationen.

Angesichts “ihres Hintergrunds und ihrer Erfahrung dürfte Bokova eine der Top-Kandidaten” für die Nachfolge des Südkoreaners Ban Ki Moon sein, heisst es laut Angaben vom Dienstagabend in dem Brief. Ban scheidet nach zwei fünfjährigen Amtszeiten zum 1. Januar 2017 aus.

Die 63-Jährige ist seit 2009 UNESCO-Generaldirektorin. Die zweite Amtszeit der ehemaligen bulgarischen Aussenministerin dauert noch bis Ende 2017. Seit 1946 gab es acht UNO-Generalsekretäre. Bokova wäre die erste Frau in diesem Amt.

Die UNO hatte im Dezember ihre Mitgliedstaaten aufgefordert, Vorschläge für die Nachfolge Bans einzureichen. Zuvor hatte die UNO-Vollversammlung beschlossen, die Wahl für den Posten offener als bisher zu gestalten. Ausdrücklich wurden in der Entschliessung Frauen zur Bewerbung ermutigt.

Die Namen der Kandidaten werden veröffentlicht, woraufhin sie sich einem Bewerbungsgespräch in der Vollversammlung stellen können. Bisher hatten die fünf ständigen Mitglieder des UNO-Sicherheitsrats einen Bewerber ausgesucht, den die Vollversammlung anschliessend bestätigte.

(SDA)


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