Bund bewilligt Ausbau des HB Bern

Am Berner Bubenbergplatz wird man künftig - unter einem bestehenden Gebäude hindurch - direkt zur neuen Personenunterführung gelangen.
Am Berner Bubenbergplatz wird man künftig - unter einem bestehenden Gebäude hindurch - direkt zur neuen Personenunterführung gelangen. © Visualisierung "Zukunft Bahnhof Bern"
Das Bundesamt für Verkehr hat am Donnerstag die Baubewilligung für den Ausbau des Hauptbahnhofs Bern erteilt. Sofern die Bewilligung nicht angefochten wird, starten die Bauarbeiten am Milliardenprojekt in den nächsten Monaten.

Geplant sind zwei Ausbauten: Einerseits soll der Hauptbahnhof Bern eine neue Personenunterführung mit zwei neuen Zugängen erhalten. Sie sind im Westen des Gebäudekomplexes geplant: beim Bubenbergplatz und am Eingang des Länggassquartiers mit der Universität Bern. Auf diese Weise sollen die Nutzer des Berner Hauptbahnhofs mehr Platz erhalten.

Anderseits soll der heutige, aus allen Nähten platzende Bahnhof des Regionalverkehrs Bern-Solothurn (RBS) ersetzt werden. Dies – nach Zürcher Vorbild – durch einen neuen Tiefbahnhof unter dem eigentlichen Hauptbahnhof. Vier Gleise wird er aufweisen. Der heutige RBS-Bahnhof ist seitlich an den Hauptbahnhof gekoppelt.

Im Juli, nach Ablauf der Rekursfrist, wollen die Projektpartner mit dem Bau des neuen RBS-Bahnhofs beginnen, im November mit dem Bau der neuen Publikumsanlagen, wie Kanton und Stadt Bern, SBB, RBS und BLS am Donnerstag mitteilten. Die Arbeiten sollen die Leistungsfähigkeit und Attraktivität des Verkehrsknotens Bern gewährleisten.

Etwas über 40 Einsprachen gingen Anfang 2016 gegen die Bauprojekte ein. Wie das Bundesamt für Verkehr am Donnerstag mitteilte, konnten für fast alle Anliegen einvernehmliche Lösungen gefunden werden. Noch nicht restlos geklärt seien Fragen zu den Installationsanlagen für den Bau des RBS-Bahnhofs. Darüber wird das Amt später befinden.

Gemäss heutigem Stand der Planung werden der neue RBS-Tiefbahnhof und die neue Personenunterführung des Hauptbahnhofs 2025 fertig sein. Diese Arbeiten kosten etwas über eine Milliarde Franken. Mit den geplanten Perronerhöhungen erfüllen die Bahnen die Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes.

(SDA)


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