Bundespräsident Schneider-Ammann trifft drei Minister Brasiliens

Bundespräsident Johann Schneider-Ammann (links) führte am Donnerstag "sehr konstruktive" Gespräche in der Hauptstadt Brasília - unter anderem mit dem brasilianischen Aussenminister José Serra (Mitte).
Bundespräsident Johann Schneider-Ammann (links) führte am Donnerstag "sehr konstruktive" Gespräche in der Hauptstadt Brasília - unter anderem mit dem brasilianischen Aussenminister José Serra (Mitte). © Eidg. Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung
Freihandelsabkommen, Steuerfragen, Bildung: Über diese Themen hat Bundespräsident Johann Schneider-Ammann mit drei Ministern der brasilianischen Regierung gesprochen. Mit dem grössten Handelspartner in Lateinamerika will die Schweiz die Beziehungen intensivieren.

Die Gespräche in der Hauptstadt Brasília seien sehr konstruktiv verlaufen, teilte das Eidg. Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) am Donnerstagabend mit. Das Treffen mit dem brasilianischen Aussenminister José Serra stand im Zeichen der laufenden Diskussionen über ein Freihandelsabkommen EFTA-Mercosur. Ebenfalls zur Sprache kamen Steuer- und WTO-Fragen.

In der Diskussion mit dem Minister für Industrie, Aussenhandel und Dienstleistungen Marcos Pereira lag der Akzent auf der Weltwirtschaftslage, der wirtschaftlichen Situation in der Schweiz und Brasilien, den bilateralen Handels- und Investitionsbeziehungen und den Perspektiven für weitere Verhandlungen im Rahmen der WTO.

Mit dem Minister für Wissenschaft, Technologie, Innovation und Kommunikation Gilberto Kassab wurden die aktuellen Entwicklungen beider Länder besprochen. Ein Thema war auch das 2009 unterzeichnete Abkommen in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation.

Brasilien ist ein Schwerpunktland der Schweiz im Rahmen der vom Bundesrat verabschiedeten Strategie für die BRICS-Staaten. Mit einem bilateralen Handelsvolumen von 3,5 Milliarden Franken macht Brasilien über ein Fünftel am Schweizer Gesamthandel mit der Region aus. Schweizer Firmen zählen zu den grössten Investoren in Brasilien.

Auf dem Programm steht für den Bundespräsidenten am (morgigen) Freitag der Besuch der Eröffnung der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro. Bis am Sonntag sind mehrere Anlässe im House of Switzerland geplant sowie bilaterale Treffen mit Michaëlle Jean, Generalsekretärin der Internationalen Organisation der Frankophonie (OIF), und mit Thomas Bach, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOK). Zudem wird Schneider-Ammann Sportanlässe und Schweizer Athletinnen und Athleten im Olympischen Dorf besuchen.

Vor den Gesprächen in Brasilien hatte der Wirtschaftsminister einen Zwischenstopp in Kolumbien eingelegt, wo er am Mittwoch von Präsident Juan Manuel Santos in Bogotá zu einem offiziellen Besuch empfangen worden war. Dort besichtigte er auch ein von der Schweiz mit unterstütztes Unternehmen.

(SDA)


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