Bundesrat Berset eröffnet in Basel Jubiläumsausgabe der muba

Der Merkurhut war während Jahrzehnten das Signet der Schweizer Mustermesse in Basel. Am Freitag wurde die muba zum 100. Mal eröffnet. (Archivbild)
Der Merkurhut war während Jahrzehnten das Signet der Schweizer Mustermesse in Basel. Am Freitag wurde die muba zum 100. Mal eröffnet. (Archivbild) © KEYSTONE
Bundesrat Alain Berset hat am Freitag in Basel die muba eröffnet. Die frühere Mustermesse Basel feiert heuer ihr 100-jähriges Bestehen. Bis am 24. April zeigen über 550 Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen.

Zur Eröffnung der Jubiläumsausgabe der ältesten Publikumsmesse der Schweiz durchschnitt Bundesrat Berset das symbolische Band. Danach absolvierte der Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern einen Messerundgang. Begleitet wurde er dabei unter anderem von Vertretern der Basler und Baselbieter Regierung und der Spitze der Messeveranstalterin MCH Group.

Im Zentrum der Messe stehen auch dieses Jahr die Themen Wohnen, Haushalt, Küche, Bau und Garten, aber auch Gesundheit, Mode, Bildung oder Essen und Trinken. Ein weiteres Schwerpunktthema bildet aber auch die muba selbst, dies etwa mit einer Nostalgie-Sonderschau. Präsentiert werden auch sämtliche Plakate aus den 100 Messejahren.

Eine der traditionsreichen Veranstaltungen im Rahmen der muba ist der Tag der Frau. Er findet am Samstag zum 42. und zugleich zum letzten Mal statt. Geschaffen worden war der Anlass einst als Plattform zur Vernetzung. Diese Aufgabe haben in der Zwischenzeit neben der Berufswelt auch soziale Netzwerke übernommen.

Entstanden ist die Mustermesse als nationale Leistungschau aus der Not im Ersten Weltkrieg. Sie legte den Grundstein für das moderne Messewesen in der Schweiz.

Heute habe die Messe nicht mehr die Bedeutung, die sie einst hatte – weder für das Publikum, die Schweizer Wirtschaft noch für die MCH Group als Veranstalterin, räumte MCH-Chef René Kamm gegenüber der sda ein. Gründe sind neben der Auslagerung von Fachmessen auch die Konkurrenz durch Einkaufszentren und das Internet.

Erstmals ihre Tore geöffnet hatte die Schweizer Mustermesse am 17. April 1917 mit 831 Ausstellern. Bei der 50. Ausgabe wurden zum ersten Mal mehr als eine Millionen Besucherinnen und Besucher gezählt. Letztes Jahr waren dagegen nur noch 132’234 Personen an der muba, wie die Messe seit 1984 offiziell heisst.

Ob es die muba weitere 100 Jahre in die Zukunft schafft, bezweifelt MCH-Chef Kamm. Er will jedoch vermeiden, dass die “Mutter aller Messen” in seiner Amtszeit stirbt. Die Messe in eine erfolgreiche Zukunft zu führen, sei aber eine grosse Herausforderung und nur mit “lebenserhaltenden Massnahmen” zu meistern.

(SDA)


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