Bundesrat Burkhalter handelt neues Tourismus-Abkommen mit China aus

Bundesrat Didier Burkhalter (links) und sein chinesischer Amtskollege Wang Yi in Peking.
Bundesrat Didier Burkhalter (links) und sein chinesischer Amtskollege Wang Yi in Peking. © KEYSTONE/AP Pool/MARK SCHIEFELBEIN
Bundesrat Didier Burkhalter hat am Freitag in Peking Aussenminister Wang Yi zu Gesprächen getroffen. Dabei kamen vor allem wirtschafts- und aussenpolitische Fragen zur Sprache. Ein Abkommen erlaubt der Schweiz die Ausgabe von Visa in weiteren chinesischen Städten.

Dies werde den chinesischen Tourismus in der Schweiz weiter fördern und sei von der Tourismus-Branche so gewünscht worden, heisst es in einer Mitteilung des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) vom Freitag.

Im vergangenen Jahr waren allein von chinesischen Touristen über eine Million Übernachtungen in der Schweiz registriert worden. Bern verhandelt daher über die Eröffnung von Visa-Ausgabestellen in weiteren chinesischen Städten.

Auf aussenpolitischer Ebene teilten die Schweiz und China weitgehend ihre Sorge über das Atomwaffenprogramm Nordkoreas, hiess von Seiten des Aussendepartements in Bern weiter. Auch der Konflikt in Syrien sei bei den Gesprächen in Peking ein Thema gewesen, und man sei sich einig, dass in der Schweiz unter UNO-Ägide nach einer politischen Lösung gesucht werden müsse.

Mit Genugtuung sei die Eröffnung der China Construction Bank (CCB) in Zürich als erster chinesischer Bank in der Schweiz und als wichtiges Handelszentrum der Währung Renminbi zur Kenntnis genommen worden. Die Schweiz sei auf Einladung Chinas, das seit Dezember die G20 präsidiert, auch zu den Treffen der Finanzminister und Zentralbankgouverneure der Gruppe der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer eingeladen.

Als nächstes soll nun nach Wegen zur Bekämpfung der Korruption gesucht werden und zur Verbesserung der Cyber-Sicherheit, hiess es weiter.

Bei den Gesprächen zwischen Burkhalter und Wang handelte sich um das 6. Treffen im Rahmen des politischen Dialoges zwischen der Schweiz und China seit dessen Beginn im Jahr 2007. Dabei kommt regelmässig auch die Menschenrechtssituation zur Sprache.

Schon kommende Woche steht ein weiteres hochrangiges Treffen zwischen beiden Ländern auf der Agenda, wenn sich Bundespräsident Johann Schneider-Ammann und der chinesische Vize-Präsident Li Yuanchao am WEF in Davos begegnen.

(SDA)


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