Bundesrat möchte gesunden Lebensstil fördern

Wer gesund lebt, hat ein geringeres Risiko, an Krebs, Diabetes und andern nicht übertragbaren Krankheiten zu erkranken. Mit einer nationalen Strategie wollen Bund und Kantone einen gesunden Lebensstil fördern. Im Bild ein Patient vor einer Bestrahlung. (Archivbild)
Wer gesund lebt, hat ein geringeres Risiko, an Krebs, Diabetes und andern nicht übertragbaren Krankheiten zu erkranken. Mit einer nationalen Strategie wollen Bund und Kantone einen gesunden Lebensstil fördern. Im Bild ein Patient vor einer Bestrahlung. (Archivbild) © KEYSTONE/LAURENT GILLIERON
Nicht übertragbare Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Demenz oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind für 80 Prozent der Gesundheitskosten verantwortlich. Das sind rund 50 Milliarden Franken pro Jahr. Bundesrat und Kantone haben nun eine nationale Strategie verabschiedet.

Deren Ziel ist es, den Ausbruch von nicht übertragbaren Krankheiten zu verhindern, zu verzögern oder die Folgen zu mildern, wie es in einer Mitteilung des Bundesrats vom Mittwoch heisst. Ein Schwerpunkt der Strategie ist die Prävention: Das individuelle Verhalten habe einen entscheidenden Einfluss auf die Entstehung und den Verlauf dieser Krankheiten, schreibt der Bundesrat.

Als Beispiele für Risikofaktoren nennt er Tabakkonsum, exzessiven Alkoholkonsum, mangelnde Bewegung, unausgewogene Ernährung oder Übergewicht. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO lasse sich rund die Hälfte aller Erkrankungen durch einen gesunden Lebensstil verhindern oder zumindest verzögern.

Darum wollen Bund und Kantone die Bevölkerung dabei unterstützen, einen gesunden Lebensstil zu pflegen und den Risikofaktoren vorzubeugen. Konkrete Massnahmen werden bis Ende Jahr ausgearbeitet. Umgesetzt werden sollen sie vor allem durch Kantone und Gemeinden.

Die Strategie hat auch zum Ziel, dass Bund, private Organisationen, Gesundheitsligen, kantonalen Stellen und andere Beteiligte ihre Aktivitäten besser aufeinander abstimmen. Prävention soll zudem selbstverständlicher Bestandteil der medizinischen Versorgung in Arztpraxen, Apotheken, Spitälern oder Pflegeheimen werden. In Zusammenarbeit mit der Wirtschaft soll die Strategie das betriebliche Gesundheitsmanagement gestärkt werden.

(SDA)


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