Bundesrat will Bahnfahrer zur Kasse bitten

Im regionalen Bahn- und Busverkehr werden möglicherweise die Passagiere verstärkt zur Kasse gebeten, weil der Bund nur einen Teil der 900 Millionen Franken übernehmen will, die in den nächsten Jahren fehlen werden. (Archivbild)
Im regionalen Bahn- und Busverkehr werden möglicherweise die Passagiere verstärkt zur Kasse gebeten, weil der Bund nur einen Teil der 900 Millionen Franken übernehmen will, die in den nächsten Jahren fehlen werden. (Archivbild) © KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Bahn- und Busfahren könnte teurer werden. Laut Bundesrat fehlen in den nächsten Jahren fast 900 Millionen Franken für den regionalen Personenverkehr. Weil der Bund nur einen Teil davon zu übernehmen gedenkt, werden wohl auch die Passagiere zur Kasse gebeten.

Die Nachfrage im Regionalverkehr steigt seit 2007 jährlich um 4 bis 5 Prozent. Deshalb müssten immer mehr Züge und Busse beschafft werden, schreibt der Bundesrat in einer Mitteilung vom Mittwoch. Er beziffert den zusätzlich nötigen Betrag für die Jahre 2018-2021 auf 880 Millionen Franken.

Nach den Plänen der Regierung wird der Bund 160 Millionen Franken beisteuern, um die Zusatzkosten im Regionalverkehr zu decken. Insgesamt will der Bundesrat dem Parlament für die vier Jahre einen Kredit über 3,97 Milliarden Franken beantragen, also rund 1 Milliarde Franken pro Jahr. Eine entsprechende Botschaft soll 2016 vorliegen.

Die ungedeckten Zusatzkosten belaufen sich damit noch auf 720 Millionen Franken. Einen Teil davon wird wohl auf die Reisenden abgewälzt werden müssen. Diese zahlten heute rund 50 Prozent der Kosten des regionalen Personenverkehrs, schreibt der Bundesrat.

Er verlangt auch Einsparungen bei den Bahn- und Busunternehmen. Eine Erhöhung der Subventionen sei sonst nicht möglich. Den Rest des Fehlbetrags müssten dann die Kantone decken.

(SDA)


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