Cameron will Milliarden mehr für Anti-Terror-Kampf ausgeben

Cameron vergleicht den Kampf gegen den Terrorismus mit dem Kampf gegen Hitler im zweiten Weltkrieg. Der britische Regierungschef hielt seine Rede anlässlich eines Banketts in London.
Cameron vergleicht den Kampf gegen den Terrorismus mit dem Kampf gegen Hitler im zweiten Weltkrieg. Der britische Regierungschef hielt seine Rede anlässlich eines Banketts in London. © KEYSTONE/AP PA/DOMINIC LIPINSKI
Der britische Premierminister David Cameron will die militärischen Spezialkräfte mit Milliarden-Investitionen im Anti-Terror-Kampf stärken. Innerhalb der nächsten fünf Jahr sollen zusätzlich zwei Milliarden Pfund investiert werden.

Cameron verglich am Montagabend in London den Kampf gegen den Terrorismus mit dem Kampf der Briten gegen Hitler im Zweiten Weltkrieg. Er erinnerte an den damaligen Premier Winston Churchill, der geschworen habe, “niemals mit Hitler zu verhandeln”.

“Mit der gleichen Entschlossenheit werden wir diesen Terrorismus besiegen”, fügte Cameron hinzu. Das Geld – umgerechnet rund drei Milliarden Franken – solle nach Informationen britischer Medien für Waffen, Ausrüstung sowie für vermutlich auch für Helikopter und Drohnen ausgegeben werden.

Ausserdem solle die Entwicklungshilfe mehr Geld zur Stabilisierung solcher Länder aufwenden, die zur Brutstätte von Terroristen werden könnten, sagte Cameron.

Bereits zuvor hatte Cameron beim G20-Gipfel in der Türkei eine deutliche Aufstockung der Geheimdienste angekündigt. 1900 neue Stellen sollten geschaffen werden. Auch die Ausgaben für die Sicherheit auf Flughäfen will er verdoppeln.

Britische Sicherheitskräfte haben nach Camerons Worten zuletzt etwa sieben Terroranschläge innerhalb von sechs Monaten verhindert. Allerdings habe es sich um Anschläge kleineren Ausmasses als jetzt in Paris gehandelt. Zugleich warnte er, dass solche Anschläge wie in Paris auch in Grossbritannien passieren könnten.

Innenministerin Theresa May sagte, nach den Anschlägen von Paris würden die Sicherheitskräfte ihre Strategien und Einsatzpläne überprüfen. Mehr als 750 Menschen seien aus Grossbritannien zur Unterstützung der Terrormilizen nach Syrien gereist. Etwa die Hälfte sei zurückgekehrt.

(SDA)


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