Heftige Sturmböen im Rheintal

Ein umgekippter Baum bei Balzers
Ein umgekippter Baum bei Balzers © Landespolizei Liechtenstein
Am Sonntag brachte ein Schneesturm die Ostschweiz – und vor allem das Rheintal – ins Schleudern. Auf der A13 herrschten besonders schwierige Strassenverhältnisse. In Balzers erreichte der Föhn Geschwindigkeiten von rund 130 km/h

 

Föhnsturm im Rheintal
18:47 |

Da der Föhnsturm vorerst nachlässt, schliessen wir den Liveticker an dieser Stelle. Für Morgen sagen die Meteorologen jedoch noch heftigere Föhnstürme und Glatteis voraus. Wo du am Montagmorgen wegen der rutschigen Strassen mehr Zeit einrechnen musst, erfährst du wie immer auf unserer Verkehrsseite. Wir wünschen dir schon jetzt eine gute und sichere Fahrt!
18:36 |

Die Kantonspolizei St.Gallen hatte am Sonntag wegen des starken Schneefalls und des Sturms im Rheintal alle Hände voll zu tun. Insgesamt ereigneten sich in der Zeit zwischen 8 Uhr und 18 Uhr 17 weitere Verkehrsunfälle bei winterlichen Strassenverhältnissen, wie die Polizei am Abend in einem «Wetter-Update» schreibt. Es blieb, ausser in zwei Fällen, bei Sachschaden.

In Goldach ist etwa das Auto eines 85-Jährigen an der Untereggerstrasse in einen Hydranten und eine Tafel geprallt. Dabei verletzte sich der Mann leicht und musste vom Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.

In Ermenswil ist das Auto eines 56-jährigen Mannes auf der Eschenbacherstrasse auf die Gegenfahrbahn gerutscht und dort mit einem Schneepflug geprallt. Der Mann verletzte sich dabei unbestimmt und musste vom Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.

Zudem mussten die Kantonspolizei St.Gallen, diverse Feuerwehren und der Nationalstrassenunterhalt insgesamt 22 Mal wegen Sturmschäden ausrücken. So stürzten zahlreiche Bäume um, unter anderem auf die Autobahnen A13 und A3. Ebenfalls wurden bei mehreren Gebäuden Dächer abgedeckt, für deren Sicherung die örtlichen Feuerwehren aufgeboten wurden. Personen kamen dabei keine zu Schaden, teilt die Polizei mit.

17:43 |


TVO war heute bei stürmischen Vehältnissen unterwegs - der komplette Fernsehbeitrag zu den Sturmschäden im Rheintal.
17:42 |

Auch Ostschweizern, die verreisen möchten, macht der Schnee allenfalls einen Strich durch die Rechnung: Wegen des starken Schneefalls fallen am Flughafen Zürich nämlich 80 Flüge aus.
17:39 |



Nicht nur der Sturm, sondern auch der Schnee setzte der Ostschweiz dieses Wochenende zu: Zwischen Freitagabend und Sonntagnachmittag kam es auf Ostschweizer Strassen zu rund 70 Verkehrsunfällen. Die meisten Unfälle ereigneten sich im Kanton St.Gallen. 50 Mal musste die St.Galler Polizei ausrücken. Die meisten Autofahrer kamen jedoch mit dem Schrecken davon, nur zwei Personen wurden leicht verletzt.
16:56 |



TVO-Reporter David Lendi kämpfte sich am Sonntagnachmittag durch den Föhnsturm. Zurück in der Redaktion erzählt er: «Als ich die Autobahn Richtung Liechtenstein entlang gefahren bin, habe ich neben der Strasse entwurzelte Bäume gesehen und als ich in Balzers angekommen bin, gab es Windböen mit bis zu 130 km/h. Der Wind sorgte sogar dafür, dass sich ein Kran selbstständig um die eigene Achse drehte.»

Den kompletten Beitrag zum Föhnsturm im Rheintal gibt es um 18.00 Uhr auf TVO.
16:51 |

Die Kantonspolizei St.Gallen, Feuerwehren sowie der Strassenunterhalt mussten seit Sonntagmorgen wegen 13 Unfällen ausrücken und 15 Mal wegen Sturmschäden. «Der Sturm hat Äste auf die Fahrbahnen geweht und Dächer beschädigt», sagt Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen.

Inzwischen habe sich der starke Sturm jedoch etwas gelegt. Allerdings sei für den Abend Regen prognostiziert und es dürfte kalt werden, deshalb entspanne sich die Situation vorerst nicht, sagt Schneider. Die Polizei rechnet mit rutschigen Strassenverhältnissen.
16:41 |

Auch in Vorarlberg hinterlässt der Föhnsturm Spuren: Ein umstürzender Baum hat das Auto eines belgischen Ehepaars beschädigt, das auf der Branderstrasse in Richtung Bludenz unterwegs war. Durch den stürmischen Wind wurde ein Baum entwurzelt und stürzte auf den Pkw. Ein Ast des Baumes durchbohrte die Motorhaube des Autos und beschädigte die Windschutzscheibe. Die beiden Insassen kamen mit dem Schrecken davon.
16:38 |

Der Schneesturm hat Malbun fest im Griff wie dieses Today-Reporter-Video zeigt:
16:08 |

Der Stau auf der Autobahn A1 von St.Gallen Richtung Zürich, zwischen Matzingen und Dietlikon hat sich inzwischen aufgelöst. Weil die Sicht wegen des Schneefalls und des Schneeregens so schlecht war, musste am Nachmittag mit einem Zeitverlust von rund eineinhalb Stunden gerechnet werden.
15:16 |

Auch im Fürstentum Liechtenstein verursachte der seit dem frühen Sonntagmorgen tobende Föhnsturm grösseren Schäden: In Balzers wurden um die Mittagszeit Windgeschwindigkeiten von 130 km/h gemessen. Dieses sorgten dafür, dass Bäume entwurzelt und Hausdächer beschädigt wurden. Die Feuerwehr Balzers und andere Hilfskräfte stehen im Dauereinsatz, teilt die Landespolizei Liechtenstein mit. In Schaan wurde ein parkiertes Auto durch einen umgestürzten Baum beschädigt. In Gamprin wurde beim Badesee ein Sonnenschutzsegel zerrissen. Im Skigebiet Malbun kam es aufgrund des Sturmes zu hohen Schneeverwehungen auf der Fahrbahn.

Die Polizei empfiehlt, gefährdete Gebiete wie der Bereich von Bäumen oder von älteren Hausdächern zu meiden.


15:15 |

«Ich kann mich nicht erinnern, dass es im Rheintal schon einmal so stark gestürmt hat, wie heute. Ich bin vorhin fast umgeweht worden als ich vom Auto zur Wohnung gehen wollte», sagt FM1-Redaktorin Vanessa Kobelt (27). «Und als ich vorhin von Altstätten in den Eichberg gefahren bin, lagen am Strassenrand Äste, die es von den Bäumen geweht hatte, und Strassenschilder.
15:02 |

Reto Vögeli von Meteonews spricht in Bezug auf das heutige Wetter von einem meteorologischen Sonntagskrimi. «Vor allem das Rheintal ist besonders stark betroffen. Dort erreicht der stürmische Föhn Windspitzen von über 100 km/h. Damit handelt es sich um einen der stärksten Föhnstürme, die in letzter Zeit gemessen wurde», sagt Vögeli.

Aussichten: Eine Wetterbesserung sei vorerst nicht in Sicht. Der Rheintaler Föhn wird am Sonntagnachmittag noch ähnlich stark bleiben. Erst in der Nacht lässt er etwas nach, um dann aber am Montag wieder zuzulegen. «Also auch zum Wochenstart bleibt der Föhn stürmisch und voraussichtlich wird er am Montag sogar nochmals stärker sein», prognostiziert Vögeli.

Auch im übrigen FM1-Land bleibt der Sonntag grau, wenn auch nicht ganz so stürmisch wie im Rheintal. An manchen Orten schneit es im Laufe des Nachmittags und Abends noch bis in tiefe Lagen. Vielerorts fällt jedoch Regen statt Schnee. «Am Montag ist es dann wechselnd bewölkt, zwischenzeitlich gibt es aber auch ein paar Sonnenstrahlen. Und im Gegensatz zu heute bleibt es mehrheitlich trocken. Im Rheintal gibt es dank des Föhns sogar bis zu 15 Grad», sagt Vögeli.

14:41 |

Die Bergbahnen im Alpsteingebiet haben ihren Betrieb wegen starken Sturmböen eingestellt.
14:36 |



Bei Buchs war heute Nachmittag der Zugverkehr kurz unterbrochen, der Wind wehte heftig. (Video Lesereporterin)
14:15 |

Sturm in Brülisau(Video Lesereporter)
13:48 |

Stau auf der Autobahn A1 von St.Gallen Richtung Zürich, zwischen Matzingen und Dietlikon staut es wegen Schneefall und Schneeregen. Die Sicht ist schlecht, der Zeitverlust beträgt rund eine Stunde.
13:19 |

Zweithöchste Sturmwarnung für die Region Liechtenstein, Sarganserland und Werdenberg hat das Bundesamt für Meteorologie, MeteoSchweiz, am Sonntagmittag ausgerufen. Die Stürmböen in den Föhntälern können zwischen 100 bis 140 Stundenkilometer erreichen. Die Warnung gilt noch bis Montagabend.
13:06 |

Seit 8 Uhr gab es sieben Unfälle.

«Die Strassenverhälntisse im Rheintal sind gerade sehr schwierig», sagt Florian Schneider, Sprecher der Kantonspolizei St.Gallen. Der starke Wind sorge für Schneeverwehungen, besonders im Raum Sargans und Bad Ragaz. «Die Schneepflüge sind im Dauereinsatz.» Auch sind entlang der Autobahn A13 seit Sonntagmorgen fünf Bäume umgekippt und Baustellenabschrankungen verweht worden. In Buchs hat der Wind ein Lichtsignal umgeworfen. «Die Polizei hat unzählige Schadensmeldungen unter anderem von Salez, Mels und Trübach. Seit Sonntagmorgen hat es im Kanton St.Gallen sieben weitere Unfälle gegeben.»

Auch das Fürstentum Liechtenstein ist stark betroffen, in Balzers weht der Wind mit fast 130 km/h. «Von hier kommen auch die meisten Schadensmeldungen», sagt ein Sprecher der Landespolizei Liechtenstein. Dabei handelt es um mehrere umgestürzte Bäume, abgedeckte Hausdächer und bei einem Industriegebäude wurden Fenster eingedrückt, ein Baum hat unter anderem auch ein Auto beschädigt.

In Walzenhausen sind gemäss einer Lesereporterin mehrere Bäume am Waldrand umgekippt, die Feuerwehr ist im Einsatz.

Ein umgekippter Baum bei Balzers hat gleich zwei Autos getroffen. Verletzt wurde niemand.

Ein umgekippter Baum bei Balzers hat gleich zwei Autos getroffen. Verletzt wurde niemand. ©Landespolizei Balzers

(red.)


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