«Chasch au grad nackt id Schuel»

Die Sekundarschülerinnen aus Amriswil freuen sich bei der Preisverleihung am «freelance-award» 2017 über den ersten Rang.
Die Sekundarschülerinnen aus Amriswil freuen sich bei der Preisverleihung am «freelance-award» 2017 über den ersten Rang. © Foto: pd/Alisa Kuratli
Es ist ein Plakat, das ins Auge sticht: Eine nackte Schülerin steht vor ihren schockierten Mitschülerinnen und Mitschülern. Mit diesem Plakat zum Thema Sexting haben Sekundarschülerinnen aus Amriswil den ersten Platz beim Präventionsprogramm «freelance» gewonnen. Sie sind aber nicht die einzigen Siegerinnen aus dem Thurgau.

Vor zehn Jahren haben sich die Kantone Appenzell Ausserrhoden, Graubünden, St.Gallen, Schaffhausen, Thurgau, Nidwalden, Zug sowie das Fürstentum Liechtenstein zusammengetan und das Präventionsprogramm «freelance» lanciert. Insgesamt 136 Oberstufenteams haben am diesjährigen «freelance-contest» teilgenommen. In diesem Jahr war das Thema «Digitale Medien». Ende März prämierte eine Jury aus Fachpersonen und Jugendlichen die vier besten Plakate.

Zwei Sieger

Drei Oberstufenteams aus Amriswil, Müllheim und Steckborn können sich freuen. Sie erkämpften sich mit ihren Plakaten zu den Themen Sexting, Online-Glückspielsucht und Smartphone zweimal den ersten und einmal den vierten Rang. Die Sujets werden laut einer Mitteilung von Perspektive Thurgau ab dem nächsten Montag für zwei Wochen auf Plakatwänden und in öffentlichen Verkehrsmitteln überall im Kanton Thurgau zu sehen sein.

1. Rang zum Thema Sexting: Plakat von Michelle Dietsche und Sekundarschule Grenzstrasse (Amriswil)

Stefan Christen vom Amt für Gesundheitsvorsorge St.Gallen betonte bei der Preisverleihung die Wichtigkeit von jugendlicher Mithilfe beim Thema Prävention: «Teenager nehmen lieber die Meinung von Gleichaltrigen an, als wohlwollende Tipps von Erwachsenen.»

Das Präventionsprogramm «freelance» richtet sich an Lehrpersonen der Oberstufe und der entsprechenden Gymnasialklassen, indem es ihnen flexibel einsetzbare Lernmaterialien und eine Präventionsbox für den Unterricht zur Verfügung stellt. Diese Inhalte sind konsequent an der Lebensrealität der Schülerinnen und Schüler ausgerichtet. Diese werden so zu aktiv Mitwirkenden im Lernprozess. Daher auch das im Projektnamen signalisierte Wirkungsziel: frei, unabhängig, aktiv. In über 1000 Schulzimmern stehen heute Präventionsboxen im Einsatz. Im Frühling 2016 erhielt «freelance» einen Preis der Internationalen Bodensee-Konferenz (IBK). Es landete unter 136 eingereichten Projekten auf dem zweiten Platz.

1. Rang zum Thema Glückspielsucht: Plakat von Joel Sanguanini und Sekundarschule Rietwies (Müllheim)

 

4. Rang zum Thema Smartphone: Plakat von Siriam Dro-bik und Sekundarschule Steckborn (Steckborn)

(red/uli)


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