Chur stellt seine Beleuchtung auf LED um

LED-Beleuchtung Tittwiesenstrasse.
LED-Beleuchtung Tittwiesenstrasse. © zVg
Der Gemeinderat der Stadt Chur hat der IBC den Auftrag erteilt, in den nächsten fünf Jahren die öffentliche Beleuchtung der Stadt Chur etappenweise durch LED-Lampen zu ersetzen. Seit Mitte 2015 hat die IBC eine erste Tranche von 200 LED-Leuchten installiert.

Die Stadt Chur verfügt über ein öffentliches Wege- und Strassennetz von 220 Kilometern. Davon sind rund 120 Kilometer durch 4‘100 Strassenlaternen und sonstige Lampen beleuchtet. Von der Technologie her sind Natriumdampf-Hochdrucklampen (NaH) mit ihrem gelben Licht sowie Quecksilberdampf-Hochdrucklampen (HQL) mit weissem Licht im Einsatz. Aufgrund der schlech-ten Energieeffizienz und Umweltbelastung durch Quecksilber besteht seit 2015 ein europaweites Verkaufsverbot für HQ-Leuchten. Deshalb müssen diese Leuchtmittel in den nächsten vier bis fünf Jahren zwingend ersetzt werden.
Die IBC hat im Jahre 2010 mit der Evaluation eines neuen intelligenten LED-Beleuchtungs-systems begonnen und verschiedenste Systeme in der Praxis getestet. Die neuen Leuchtkörper werden mehrheitlich durch eine Zeitschaltung gesteuert, sodass die Beleuchtung während der Hauptverkehrszeiten erhöht und während den Nachtstunden stark reduziert ist. Im Bereich von schwach frequentierten öffentlichen Wegen wird mit einer intelligenten Sensortechnik dafür ge-sorgt, dass die Lampen nur dann das volle Licht bringen, wenn sich Fussgänger oder Velofahrer im Bereich der Lampen befinden.
Die neue bedarfsgerechte LED-Beleuchtung wird die Verkehrssicherheit auf öffentlichen Strassen und Wegen erhöhen. Dank intelligenter Steuerung und energieeffizienter LED-Technologie wird der Energieverbrauch um zirka 80 Prozent reduziert. Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass allein durch die Energieeinsparung die Investitionen von rund 2.9 Mio. CHF für den Ersatz der Leuchten in rund zehn Jahren amortisiert sind.

(pd)


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