Cologna im Kreis der ersten Herausforderer

Ein entschlossener Dario Cologna
Ein entschlossener Dario Cologna © KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Mit Martin Johnsrud Sundby könnte ein Langläufer erstmals zum dritten Mal in Folge die Tour de Ski gewinnen. Dario Cologna möchte dies verhindern.

Die Erleichterung war spürbar gewesen, als sich Dario Cologna im letzten Rennen vor Weihnachten an der Weltcup-Spitze zurückmeldete – nicht nur beim 29-Jährigen selbst, sondern auch innerhalb des Trainerteams. Als Vierter über 15 km klassisch lieferte der Münstertaler in Toblach (It) den Nachweis, dass er viel besser in Form ist als von Aussenstehenden aufgrund einiger zuvor erzielter Weltcup-Ergebnisse vermutet.

Einem Langläufer wie Cologna, zu dessen Stärken die rasche Erholung zählt, kommt das Format der Tour de Ski mit diesmal acht Rennen in zehn Tagen zweifellos entgegen. Nie war der dreifache Olympiasieger seit 2009 in der Endabrechnung schlechter als Fünfter gewesen, dreimal (2009, 2011, 2012) stand er zuoberst auf dem Podest.

Die Favoritenrolle nimmt jedoch wie im Vorjahr Martin Johnsrud Sundby ein. Der Norweger präsentiert sich heuer im Weltcup gar noch dominanter; in sämtlichen Langdistanzrennen seit dem Saisonauftakt behielt er die Oberhand. Sundby gilt als trainingsbesessen. Auf diese Saison hin hat er seinen Trainingsumfang noch einmal gesteigert – bislang mit grossem Erfolg. Bleibt der derzeit beste Langläufer der Welt von Verletzungen oder Krankheiten verschont, käme es einer Überraschung gleich, wenn nicht der 31-Jährige aus Oslo am 10. Januar die Alpe Cermis als Erster erreichen würde.

Sundby winkt die grosse Chance, als erster Langläufer die Tour de Ski zum dritten Mal de suite zu gewinnen. Es wäre gleichzeitig das siebente Mal in Folge, dass er bei einem Etappenrennen triumphieren würde.

Zwar hat niemand auch nur annähernd so viele Etappen an der Tour de Ski gewinnen können wie Petter Northug, doch trotz 13 Tageserfolgen ist es Sundbys Landsmann noch nie gelungen, die Gesamtwertung auf Platz 1 abzuschliessen. Northug bekundet im gefürchteten Schlussaufstieg der letzten Etappe mit bis zu 28 Prozent Steigung jeweils deutlich mehr Probleme als andere Anwärter auf den Gesamtsieg.

Der Lenzerheide wird am 1. Januar die Ehre zuteil, Startort der Jubiläumsausgabe der Tour de Ski zu sein. Erstmals finden drei Etappen des prestigeträchtigen Rennens in der Schweiz statt.

(SI)


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