Colognas nächster Anlauf unter speziellen Vorzeichen

Ein Sieg beim 50-km-Rennen auf dem Holmenkollen fehlt Dario Cologna noch im an Titel reichen Palmarès
Ein Sieg beim 50-km-Rennen auf dem Holmenkollen fehlt Dario Cologna noch im an Titel reichen Palmarès © KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
In Oslo findet heute das prestigeträchtigste Langlauf-Rennen im Weltcup statt. Bei Dario Cologna mischt sich vor dem Start zum Fünfziger Ungewissheit in den Optimismus.

Der “Femmila i Holmenkollen”, das diesmal in der klassischen Technik stattfindende 50-km-Rennen auf dem Hausberg von Oslo, hielt für Dario Cologna trotz zweier Podestplätze bislang primär Enttäuschungen parat. Vor Jahresfrist überquerte er die Ziellinie auf dem Holmenkollen nach einem packenden Zielsprint zeitgleich mit dem Norweger Sjur Röthe, das Zielfoto entschied jedoch zu Ungunsten des Münstertalers. Wieder blieb “nur” Platz 2 hinter einem Einheimischen – wie schon 2012, als Cologna den prestigeträchtigsten Weltcupsieg im Duell mit Eldar Rönning um 0,6 Sekunden verpasst hatte. 2011 (im WM-Rennen) und 2013 hatte Cologna nicht das Material respektive nicht die Form, um in den Kampf um den Sieg eingreifen zu können. Vor zwei Jahren musste der Bündner wenige Tage nach seinen Olympiasiegen in Sotschi auf dem Holmenkollen verletzungsbedingt aufgeben.

Aufgrund der vor vier Wochen erlittenen Wadenverletzung steht Colognas sechster Auftritt beim Fünfziger in Oslo heute (Start 12.15 Uhr) unter speziellen Vorzeichen. “50 km im klassischen Stil sind eine grosse Belastung für die Wade. Aber ich konnte zuletzt wieder intensive Trainingseinheiten auf den Klassisch-Ski absolvieren”, sagte Cologna nach seiner Ankunft in der norwegischen Hauptstadt. Gleichwohl gebe es ein kleines Fragezeichen, seine Wade betreffend. Die im Val di Fiemme erlittene Zerrung ist zwar ausgeheilt, ein Restrisiko bleibt aber.

Optimistisch stimmt den dreifachen Sieger die Vorbereitung auf das Rennen. Das zwischen der Tour de Ski und dem Start auf dem Holmenkollen geplante Höhentraining konnte er, abgesehen von kleinen Anpassungen, wie gewünscht durchziehen. Gleichwohl sei es schwierig einzuschätzen, was nach der verletzungsbedingten Pause möglich ist, so Cologna, der sich eine Klassierung unter den ersten zehn als (Minimal-)Ziel gesetzt hat. Die äusseren Umstände könnten Cologna und Swiss-Ski durchaus entgegenkommen; angesagt sind leichter Regen und Temperaturen um die 4 Grad. “Lieber Regen als Schneefall”, lautet der Wunsch des Schweizer Teamchefs Christian Flury.

Unabhängig von den Witterungseinflüssen geht Cologna von einem schnellen Rennen aus. Anzunehmen ist, dass der grosse Favorit Martin Johnsrud Sundby verhältnismässig früh zu einer Tempoverschärfung ansetzen wird. Zuletzt resultierten für den 31-Jährigen aus Oslo bei dessen Heimrennen vier Podestplätze in Folge, gewinnen konnte der derzeit beste Langläufer das längste Weltcuprennen wie Cologna bislang aber noch nie.

Mit dem Seterbakken wurde auf dieses Jahr hin ein zusätzlicher Anstieg in den sechsmal zu bewältigenden, 8,3 km langen Parcours integriert, womit die maximal erlaubte Höhendifferenz von 2000 Metern während den 50 km ausgeschöpft wird.

(SDA)


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