Coop baut Zweck der Raststätten aus

Joos Sutter baut als Coop-Chef an der Zukunft des Unternehmens. (Archiv)
Joos Sutter baut als Coop-Chef an der Zukunft des Unternehmens. (Archiv) © KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS
Die Marché-Autobahnraststätten könnten bald zum Abholschalter für Online-Einkäufe werden. Der Detailhändler Coop probt in Würenlos eine neue Dienstleistung. Auto-Pendler können an der Raststätte ihre Einkäufe, welche sie zuvor auf Coop@home gemacht haben, abholen.

Bestellt werden muss morgens bis 09.00 Uhr. Abholbereit sind die Einkäufe dann ab 13.00 Uhr. Im Jargon nennt sich das «Same-Day-Delivery». Denkbar ist, dass auch bald weitere Raststätten zu Pick-up-Stationen werden. Dies sagt Coop-Chef Joos Sutter im Interview mit dem Onlineportal der Pendlerzeitung «20-Minuten».

«Als wir vor zwei Jahren die Marché-Gruppe kauften, war auch das Ziel, die Raststätten zusätzlich nutzen zu können», sagt er. Coop hatte die 28 Marché-Restaurants 2014 von Mövenpick gekauft.

Nebst dem Versuch an der Autobahn-Raststätte testet Coop weitere Neuheiten: In Schönbühl BE entsteht gerade ein neues Ladenkonzept. Gemäss Joos stehen das Handwerk und die Frische im Zentrum. Nach der Testphase werden neue Läden dann nach und nach umgerüstet.

In Basel laufen weiter Versuche mit elektronischen Preisetiketten. «Wie viel Arbeit uns durch den Wegfall des manuellen Umettiketierens tatsächlich erspart bleibt, haben wir noch nicht definitiv ausgewertet», sagt Joos. Dass die technologischen Entwicklungen Arbeitsplätze kosten, glaubt er nicht. Mitarbeitende würden in anderen Bereichen eingesetzt. Zudem habe Coop mit wachsenden Marktanteilen sogar Stellen aufbauen können.

(SDA)


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