Coop verbucht 2015 Umsatzminus von 4,6 Prozent

Der Wegfall der Euro-Mindestgrenze und Preisabschläge führten laut Coop zu einem Umsatzminus.
Der Wegfall der Euro-Mindestgrenze und Preisabschläge führten laut Coop zu einem Umsatzminus. © Keystone/CHRISTIAN BEUTLER
Die Coop-Gruppe hat im vergangenen Jahr 25,9 Milliarden Franken umgesetzt – das sind 4,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Detailhandelsriese begründet das Minus mit dem Wegfall der Euro-Mindestgrenze.

Einerseits musste Coop in seinen Supermärkten die Preise senken, um gegenüber der Konkurrenz im nahen Ausland wettbewerbsfähig zu bleiben. Diese Preisabschläge beziffert Coop in einer Mitteilung vom Mittwoch auf rund 200 Millionen Franken. Dadurch schrumpfte der Umsatz in den Supermärkten um 1,3 Prozent auf 10,5 Milliarden Franken.

Andererseits waren die Umsätze, die Coop mit der Belieferung von Unternehmen in Deutschland, Frankreich, Polen und Russland erzielte, in Franken gerechnet weniger wert. Der gesamte Geschäftsbereich Grosshandel und Produktion, zu dem die Transgourmet-Gruppe gehört, fuhr ein Umsatzminus von 5,2 Prozent ein.

Beide Effekte machten Coop einen Strich durch die Rechnung. Ohne Währungs- und Preiseffekte wäre die Coop-Gruppe insgesamt um 1,4 Prozent gewachsen, heisst es in der Mitteilung.

Als Zugpferd erwies sich der Onlinehandel. Hier konnte Coop sogar nominal ein deutliches Umsatzplus verbuchen: Die Online-Einkäufe auf den 23 Online-Shops, die zu Coop gehören, legten um 14 Prozent auf 1,2 Milliarden zu. So wuchs Coop@home um 5,5 Prozent, der Elektrohändler Microspot.ch gar um 17,8 Prozent. (SDA)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen