Cricket-Mannschaft sorgt für “Asyl-Alarm”

Cricket ist in Indien die Nationalsportart. Hierzulande ist der Sport wenig verbreitet.
Cricket ist in Indien die Nationalsportart. Hierzulande ist der Sport wenig verbreitet. © EPA/Sanjeev Gupta
Seit einem Monat leben Asylsuchende in der temporären Bundesunterkunft unter dem Spital Herisau. Die Verantwortlichen ziehen ein positives erstes Fazit. Zwischenfälle gab es keine. Für einen Schmunzler sorgt ein Missverständnis.

Die Asylsuchenden scheinen in Herisau akzeptiert zu sein: “Ich habe keine negativen Rückmeldungen erhalten”, sagt der Gemeindepräsident Renzo Andreani. Auf die eigens eingerichtete E-Mail Adresse asyl@herisau.ar.ch gingen zehn Mails ein. Neun Herisauerinnen und Herisauer haben ihre Hilfe angeboten: Einerseits wurden Kleider, Plüschtiere, Spiel- und Malsachen angeboten, andererseits Wohnraum und Unterricht für Kinder. Eine E-Mail sorge für Aufsehen:

Cricket-Mannschaft keine Asylsuchenden

Eine Person machte darauf aufmerksam, dass eine grössere Gruppe dunkelhäutiger Personen abends, trotz des Endes der Ausgangszeit, noch auf dem Sportplatz war. Es stellte sich heraus, dass es sich dabei um eine Cricket-Mannschaft handelte, die aus vielen Indern besteht und ausnahmsweise an einem anderen Ort trainiert hatte. “Ein klassisches Missverständnis”, schmunzelt Andreani. Er hält fest, dass die Person richtig reagiert habe. Auffälligkeiten solle man melden.

60 Asylsuchende in Herisau

Aktuell sind in Herisau 60 Asylsuchende untergebracht, vor allem aus Afghanistan und Westafrika. Die maximale Auslastung der temporären Bundesasylunterkunft beträgt 100 Personen. Diese wurde am 18. April eröffnet, Mitte Dezember wird sie wieder geschlossen.

(cas)

 


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